Zum Inhalt springen
Consation
EN

Szenen-Playbooks · Service und Protokoll

Ein High-Protocol-Abendessen

Ein förmliches Abendessen nach vereinbarten Regeln für Sprache, Haltung und Dienen, mit schriftlichem Protokoll, Check-ins und einem einfachen Ausstieg.

Ein High-Protocol-Abendessen macht aus einer gewöhnlichen Mahlzeit ein Ritual des Machtaustauschs. Eine Person serviert und folgt vereinbarten Regeln für Sprache, Haltung und Dienen, die andere führt den Tisch und hält die Struktur. Der Reiz liegt in Präzision, Konzentration und Aufmerksamkeit, nicht in Schmerz oder Strenge. Das Playbook passt zu Paaren mit etwas Erfahrung im Machtaustausch, die Rituale mögen und sich einen förmlichen Abend mit klarem Anfang und Ende wünschen.

Bevor ihr anfangt: Sprecht alles in Ruhe und nüchtern durch, vereinbart ein Safeword und ein nonverbales Zeichen und legt Sicherheitsschere, Wasser und Handy in Reichweite.

Was ihr braucht

  • Den Bibliothekseintrag zu High Protocol, vorher gemeinsam gelesen In der Bibliothek
  • Ideen für Rituale, die den Abend eröffnen und beschließen In der Bibliothek
  • Ein einseitiges schriftliches Protokoll, dem ihr beide zugestimmt habt In der Bibliothek
  • Hintergrund zu dienender Unterwerfung In der Bibliothek
  • Optional: ein Halsband oder ein anderes Symbol, das Beginn und Ende des Protokolls markiert In der Bibliothek
  • Ein einfaches Menü, größtenteils vorbereitet, damit das Servieren nicht in Stress ausartet
  • Ein gedeckter Tisch: Teller, Gläser, Servietten, ein Tablett zum Servieren und vielleicht eine kleine Glocke
  • Ein festes Kissen zum Knien oder ein Hocker zum Warten
  • Wasser für euch beide, den ganzen Abend auf dem Tisch

Vorbereitung

  1. Schreibt das Protokoll gemeinsam: Anrede, wann gesprochen werden darf, wie Essen und Getränke serviert werden und wie die dienende Person zwischen den Aufgaben wartet.

  2. Haltet die Regeln knapp und klar. Fünf bis acht Regeln reichen für ein erstes Abendessen völlig.

  3. Plant, wann und wo die dienende Person isst, am Tisch oder zu einem vereinbarten Zeitpunkt, damit niemand ohne Mahlzeit bleibt.

  4. Kocht so viel wie möglich vor und vereinbart, wer während des Servierens mit heißen Pfannen und scharfen Messern umgeht.

  5. Klärt Allergien und Ernährungsweisen und begrenzt Alkohol auf höchstens ein oder zwei Gläser, oder lasst ihn weg.

  6. Deckt den Tisch und probt den Ablauf des Servierens einmal ohne Protokoll, damit der Abend nicht allein vom Gedächtnis abhängt.

  7. Vereinbart die Rituale für Anfang und Ende, etwa das Anlegen und Abnehmen eines Halsbands.

Das sprecht ihr vorher ab

  • Welche Regeln gelten an diesem Abend? Ihr stimmt jeder Regel vorher zu, und während des Essens kommen keine neuen hinzu.
  • Wie geht ihr mit Fehlern um? Für ein erstes Abendessen reicht eine ruhige mündliche Korrektur oder das Wiederholen einer Aufgabe. Kommen darüber hinaus Konsequenzen infrage?
  • Wie sieht der einfache Ausstieg aus? Zum Beispiel kann jede*r von euch „Protokoll aus“ sagen, oder die dienende Person legt ihre Serviette auf den Tisch, und ihr wechselt sofort in ein normales Gespräch.
  • Welches Safeword oder welche Farben gelten zusätzlich, etwa Rot zum Stoppen und Gelb, um die Regeln zu lockern?
  • Wie fragt die führende Person zwischen den Gängen nach, und wie kann die dienende Person innerhalb des Protokolls ehrlich antworten?
  • Werden Bitten, frei sprechen zu dürfen, zur Toilette zu gehen oder Wasser zu trinken, immer gewährt? Vereinbart, dass das so ist.
  • Wie lange darf die dienende Person am Stück knien oder stillstehen, und gibt es körperliche Grenzen, die ihr einplanen müsst?
  • Bleibt der Abend ein förmliches Abendessen, oder darf er danach in andere Spiele übergehen, wenn ihr beide das wollt?

Sicherheitschecks

  • Kniet nur kurz auf einem festen Kissen und erlaubt zwischen den Gängen Stehen oder Sitzen.
  • Tragt heiße Schüsseln mit Ofenhandschuhen und haltet den Boden frei. Sicherer Umgang geht immer vor jeder Haltungsregel.
  • Die dienende Person trinkt Wasser und isst im Lauf des Abends eine vollständige Mahlzeit. Essen und Trinken werden nie vorenthalten.
  • Haltet den Alkohol niedrig, denn ein Protokoll braucht ein klares Urteilsvermögen und konzentrierte Aufmerksamkeit.
  • Sorgt dafür, dass Ausstiegssatz und Farben sofort respektiert und nie als Fehler gewertet werden.
  • Achtet auf Anzeichen von Überlastung: zitternde Hände, gerötete Wangen oder zunehmendes Schweigen können heißen, dass die dienende Person eine Pause braucht.
  • Geht etwas schief, etwa ein heruntergefallener Teller oder eine Verbrennung, tretet aus dem Protokoll und kümmert euch auf Augenhöhe darum.

Die Szene Schritt für Schritt

Der Ablauf ist für Erwachsene

Er beschreibt sexuelle Handlungen und BDSM-Praktiken im Detail. Du siehst ihn erst, wenn du bestätigst, dass du mindestens 18 bist. Der Plan oben enthält alles, was du brauchst, um zu entscheiden, ob diese Szene zu euch passt.

Aftercare

  • Beendet den Abend mit dem vereinbarten Ritual und einem ausdrücklichen Dank für das Dienen.
  • Räumt gemeinsam ab und spült, oder lasst es bis später stehen, damit nicht die ganze Arbeit an der dienenden Person hängen bleibt.
  • Setzt euch mit etwas zu trinken nebeneinander und redet eine Weile auf Augenhöhe.
  • Sprecht darüber, welche Regeln sich bedeutsam und welche wie eine lästige Pflicht angefühlt haben, und passt das schriftliche Protokoll an.
  • Fragt am nächsten Tag noch einmal nach, denn anhaltende Konzentration und Förmlichkeit können ermüden.

Varianten

  • Sanfter: Nutzt nur zwei oder drei Regeln, etwa eine Anrede und ein Servierritual, und nur beim Dessert.
  • Sanfter: Serviert ein einfaches Picknick oder bestelltes Essen mit denselben Ritualen, damit das Kochen keinen Druck macht.
  • Intensiver: Dehnt das Protokoll vom Ankommen bis zum Schlafengehen aus, mit geplanten Pausen.
  • Intensiver: Ergänzt ausgefeiltere Positionen und Sprachregeln, sobald sich das Grundgerüst natürlich anfühlt.
  • Tauscht für ein Abendessen die Rollen, um den Einsatz beider Seiten zu verstehen.

Aufklärende Inhalte. Keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung.

Explizite Seiten ab 18 erscheinen nicht in der Suche. Du findest sie über die Bibliothek und das A bis Z.