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Beziehungs­vereinbarungen

Eine schriftliche Vereinbarung hilft euch, Rollen, Grenzen, Safewords und Aftercare vor dem Spiel durchzusprechen, und gibt euch etwas, auf das ihr später zurückkommen könnt.

Was eine Beziehungs­vereinbarung ist

Eine Beziehungsvereinbarung (oft BDSM-Vertrag genannt) fasst schriftlich zusammen, was ihr ausgehandelt habt: die Dynamik, die ihr euch wünscht, Praktiken, auf die ihr neugierig seid, eure Hard Limits, eure Safewords und was jede Person danach braucht. Das Aufschreiben entschleunigt das Gespräch, sorgt dafür, dass nichts Wichtiges untergeht, und zeigt, wo ihr euch einig seid und wo ihr noch reden solltet.

Ein Werkzeug fürs Gespräch, kein Vertrag

Eine Vereinbarung ist rechtlich nicht bindend und kann niemanden zu etwas verpflichten. Zustimmung wird freiwillig gegeben, kann jederzeit zurückgezogen werden und hat immer Vorrang vor dem, was auf dem Papier steht. Keine Vereinbarung macht etwas erlaubt, das gesetzlich verboten ist, und alle Beteiligten müssen volljährig sein.

So nutzt ihr eine Vereinbarung

  1. Erst reden

    Sucht euch einen ruhigen Moment außerhalb einer Session. Geht die Vorlage gemeinsam durch und sagt, was ihr wollt, wo ihr unsicher seid und was nicht in Frage kommt.

  2. Macht sie zu eurer

    Streicht, was nicht passt, ergänzt, was fehlt, und nutzt eure eigenen Worte. Eine kurze Vereinbarung, die ihr beide versteht, ist besser als eine lange, die niemand liest.

  3. Sicherheit zuerst klären

    Legt Safewords, Hard Limits, Check-ins und Aftercare vor allem anderen fest. Diese Teile sind nie optional.

  4. Regelmäßig überprüfen

    Schaut alle paar Monate oder bei jeder Veränderung wieder drauf. Ihr könnt jederzeit neu verhandeln.

Vorlagen für typische Dynamiken

Jede Vorlage schlägt Praktiken, Regeln und Themen vor, die in dieser Dynamik oft vorkommen. Versteht sie als Gesprächsanstoß, nicht als Maßstab, den ihr erfüllen müsst.

12 Vorlagen

Lieber bei null anfangen?

Der Vereinbarungs-Editor führt dich in sieben kurzen Schritten durch alles: deine Angaben, deine Interessen und die deines Gegenübers, Safewords, Grenzen, Aftercare und Regeln. Das Ergebnis kannst du drucken, als Word-Datei herunterladen oder in deinem Konto speichern und gemeinsam unterschreiben.

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Häufige Fragen

Ist ein BDSM-Vertrag rechtlich bindend?

Nein. Er ist eine persönliche Absprache zwischen einvernehmlich handelnden Erwachsenen, die euer Gespräch festhält. Er ist nicht einklagbar, und Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden, egal was im Dokument steht.

Brauchen wir eine Vereinbarung, um sicher zu spielen?

Nein, aber vielen hilft es, Dinge aufzuschreiben. Entscheidend ist das Gespräch: Grenzen, Safewords, Check-ins und Aftercare. Eine Vereinbarung sorgt nur dafür, dass nichts davon vergessen wird.

Wie oft sollten wir sie anpassen?

Schaut alle drei bis sechs Monate darauf und immer dann, wenn sich eure Beziehung, eure Gesundheit oder eure Interessen ändern. Jede Version ist eine Momentaufnahme dessen, was ihr gerade beide wollt.

Können mein*e Partner*in und ich online unterschreiben?

Ja. Mit einem kostenlosen Konto kannst du eine Vereinbarung speichern, mit deinem*deiner Partner*in verknüpfen und ihr könnt beide digital unterschreiben. Jede Änderung erzeugt eine neue Version, so seht ihr immer, worauf ihr euch vorher geeinigt hattet.

Aufklärende Inhalte. Keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung.

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