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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in stellt bei jeder Entscheidung die eigene Mutter über mich

Kommunikation

Du bist nicht allein

Die Mutter deines Gegenübers ruft an, und alles steht still. Sie wird vor dir gefragt, und ihre Meinung scheint mehr Gewicht zu haben als deine. Es kann sich anfühlen, als wärt ihr zu dritt in eurer Beziehung.

Du bist nicht allein, und es ist in Ordnung, dir zu wünschen, eine Priorität zu sein. Wenn du willst, dass dein Gegenüber eure Beziehung an die erste Stelle setzt, heißt das nicht, dass du gegen die Familie bist.

Was du sagen kannst

Ich möchte über etwas reden, bei dem ich mich außen vor fühle. Ich respektiere sehr, wie eng du mit deiner Mutter bist, und das möchte ich nicht ändern. Aber in letzter Zeit fühlt es sich so an, als würde sie vor mir in Entscheidungen einbezogen, und dann habe ich das Gefühl, dass meine Meinung weniger zählt.

Können wir vereinbaren, dass wir Dinge zuerst miteinander besprechen und dann als Team entscheiden, was wir mit ihr teilen wollen?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Enge Familienbande haben je nach Kultur und Familie einen unterschiedlichen Stellenwert. Versuch deshalb zuerst zu verstehen, was diese Beziehung deinem Gegenüber bedeutet. Vielleicht spielen Loyalität, Schuldgefühle oder die Sorge mit, die Mutter zu verärgern, und wenn ihr das benennt, kann das Gespräch sanfter werden.

Einigt euch darauf, welche Entscheidungen nur euch beide etwas angehen, etwa Finanzen, wo ihr wohnt oder Pläne rund um Kinder, und bei welchen es selbstverständlich ist, die Familie einzubeziehen. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr diese Absprachen schriftlich festhalten.

Grenzen gegenüber den eigenen Eltern muss dein*e Partner*in selbst setzen. Wenn dazu keine Bereitschaft besteht und du dich weiter übergangen fühlst, obwohl du klar darum gebeten hast, kann eine Paarberatung helfen, und du darfst dich fragen, ob deine Bedürfnisse hier erfüllt werden können.

Sicherheit zuerst

Ernster wird es, wenn ein Elternteil Geld, Wohnraum oder Schuldgefühle nutzt, um eure Beziehung zu kontrollieren, wenn dein*e Partner*in ohne deine Zustimmung private Details über dich weitergibt oder wenn du von der Familie isoliert, beleidigt oder eingeschüchtert wirst.

Du hast es verdient, dich in deiner Beziehung und in deinem Zuhause sicher und respektiert zu fühlen. Eine Beratungsstelle oder die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ können helfen, wenn sich etwas kontrollierend anfühlt, und wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Sprich in der Wir-Form, wenn es um Entscheidungen geht, und schlag eine einfache Regel vor: Große Entscheidungen besprecht ihr zuerst zu zweit.

Überlass Gespräche über Grenzen mit der Mutter deinem Gegenüber. Von dort kommen sie meist besser an.

Finde Wege, die Mutter einzubeziehen, die sich für dich gut anfühlen, etwa ein regelmäßiges Telefonat oder Abendessen. So geht es um Ausgewogenheit und nicht darum, sie auszuschließen.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Schwiegerfamilie
  • #Familie
  • #Grenzen
  • #Prioritäten
  • #Entscheidungen

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