Was ist das?
Der Hogtie ist eine Fesselposition, bei der Handgelenke und Knöchel zunächst getrennt gefesselt und dann hinter dem Rücken verbunden werden. Die Biegung und die fast vollständige Bewegungslosigkeit machen ihn zu einem klassischen Bild der Hilflosigkeit im Bondage. Viele genießen die Intensität, das Ringen gegen die Fesseln und die visuelle Dramatik der Position.
Ein Hogtie verbindet gefesselte Handgelenke und Knöchel hinter dem Körper, meist liegt die Person dabei auf dem Bauch. Das Ergebnis ist eine intensive, verletzliche Position mit sehr wenig Bewegungsfreiheit. Sie belastet Schultern, Rücken und Atmung, deshalb sollte sie kurz bleiben und genau beobachtet werden.
Was dazugehört
- Zuerst werden Handgelenke und Knöchel jeweils gefesselt und dann mit einer Verbindung zusammengeführt.
- Hogties lassen sich mit Seil, mit Manschetten und einem Verschlussclip oder mit Riemen umsetzen.
- Wie stark der Körper gebogen wird, hängt davon ab, wie kurz die Verbindung ist.
- Die gefesselte Person liegt meist auf dem Bauch oder auf der Seite auf einer gepolsterten Unterlage.
- Die Bewegungsfreiheit ist stark eingeschränkt, was das Gefühl der Verletzlichkeit verstärkt.
So fängst du an
Lerne die richtige Technik in einem Bondage-Kurs oder bei einer erfahrenen Lehrperson, bevor du es versuchst.
Nutzt eine weiche, stabile Unterlage wie eine Matratze oder eine gepolsterte Matte.
Beginnt mit einer lockeren Verbindung, sodass der Körper kaum gebogen wird, und haltet die Position nur wenige Minuten.
Probiert einen Hogtie mit Manschetten und Schnellverschluss, bevor ihr Seil verwendet.
Plant genau, wie ihr die Person wieder befreit, und haltet eine Sicherheitsschere griffbereit.
Weiterentwickeln
- Verkürzt die Verbindung nur schrittweise und nur so weit, wie die Beweglichkeit es zulässt.
- Verlängert die Sessions langsam und überwacht weiterhin Atmung und Durchblutung.
- Lernt raffiniertere Fesselungen wie Hogties mit Zwischenschnürungen (Cinches) bei qualifizierten Lehrpersonen.
- Erkundet Challenge- oder Escape-Bondage mit einer Aufsichtsperson und klaren Grenzen.
- Betrachtet Hogties in der Suspension als Spezialtechnik, die eine umfassende Ausbildung und erfahrene Rigger*innen erfordert.
Sicherheit
- Binde niemals etwas um den Hals und verbinde den Hogtie nie mit einer Schlinge am Hals.
- Belaste weder Rücken noch Brustkorb, denn die Bauchlage erschwert das Atmen ohnehin schon.
- Dreh die Person auf die Seite, wenn sie kurzatmig wirkt, und befreie sie umgehend.
- Kontrolliere Hände und Füße häufig auf Taubheit, Verfärbung oder Kälte.
- Halte die Sessions kurz und bleib die ganze Zeit in Körperkontakt oder in Armreichweite.
Einvernehmen
- Hol dir ausdrückliche Zustimmung für den Hogtie selbst, nicht nur für Bondage im Allgemeinen.
- Sprecht vorher über Beweglichkeit, Schultergesundheit und Rücken- oder Atemwegserkrankungen.
- Klärt, wie viel Unbehagen in Ordnung ist und wo die Grenze liegt.
- Verpflichtet euch, die Person bei einem Safeword oder Signal sofort zu befreien.
- Wählt ein nonverbales Signal, da die Person nicht mit den Händen abklopfen kann.
Warnhinweise
- In Bauchlage mit zusammengedrücktem Brustkorb kann die Atmung eingeschränkt sein. Dieses Risiko heißt lagebedingte (positionelle) Asphyxie.
- Schulterbelastung und Nervenkompression in Handgelenken und Armen können schnell entstehen.
- Zu enge Fesselungen können die Durchblutung einschränken und anhaltende Taubheit verursachen.
- Die Position wird mit der Zeit schmerzhaft, also haltet sie kurz.
- Befreie die Person sofort und hol medizinische Hilfe, wenn Atemnot, Ohnmacht oder anhaltende Taubheit auftreten.
Gut zu wissen
- Der Hogtie ist eine klassische Bondage-Position, die man häufig in Bondage-Darstellungen und Fotografie sieht.
- Er erfordert ein gutes Maß an Beweglichkeit, die von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich ist.
- Er ist eine intensive Form der Fesselung und wird nicht als erste Bondage-Erfahrung empfohlen.
- Viele erfahrene Rigger*innen bevorzugen Varianten in Seitenlage, weil sie die Atmung weniger belasten.