Bevor ihr anfangt: Sprecht alles in Ruhe und nüchtern durch, vereinbart ein Safeword und ein nonverbales Zeichen und legt Sicherheitsschere, Wasser und Handy in Reichweite.
Was ihr braucht
- Eine vereinbarte Zahl an Durchgängen oder ein Zeitlimit In der Bibliothek
- Eine klare Absprache, wie die Session endet: mit Orgasmus, ohne oder nach Wahl der empfangenden Person In der Bibliothek
- Reichlich Gleitmittel, passend zur Haut und zu den Toys, die ihr nutzt In der Bibliothek
- Optional: ein Vibrator oder Massagestab für gleichmäßige, gut steuerbare Stimulation In der Bibliothek
- Optional: weiche Fesseln, die sich mit einem Griff öffnen lassen, nur wenn Fesseln vereinbart sind In der Bibliothek
- Eine Sicherheitsschere in Reichweite, sobald gefesselt wird In der Bibliothek
- Zwei getrennte Signale: eins für „kurz davor“ und eins für Stopp In der Bibliothek
- Wasser, Handtücher und ein Timer oder eine Uhr im Blickfeld der steuernden Person
Vorbereitung
Esst beide ein, zwei Stunden vorher eine Kleinigkeit und trinkt Wasser.
Richtet einen warmen, bequemen Platz ein, mit Handtüchern, Gleitmittel und Wasser in Reichweite.
Prüft, ob die Toys geladen und sauber sind und ob Fesseln so sitzen, dass zwei Finger darunter passen.
Übt die Signale, bevor ihr anfangt, auch den Unterschied zwischen „kurz davor“ und Stopp.
Vereinbart ein Zeitlimit für das aktive Spiel, zum Beispiel dreißig bis fünfundvierzig Minuten, plus Pausen.
Haltet euch den restlichen Abend frei, damit sich danach niemand gehetzt fühlt.
Das sprecht ihr vorher ab
- Wer bestimmt das Tempo, und darf die empfangende Person jederzeit um eine Pause bitten?
- Wie zeigt die empfangende Person, dass sie kurz davor ist? Mit einem Wort, einer Zahl von eins bis zehn oder einem Klopfen?
- Welches Safeword oder Signal beendet die Session ganz? Rot ist eine gängige Wahl, dazu eine Geste, wenn gefesselt wird.
- Wie viele Durchgänge oder wie lange, und wer darf früher beenden?
- Wie endet die Session, und darf sich das währenddessen nur ändern, wenn die empfangende Person zustimmt?
- Welche Berührungen, Toys und Körperstellen sind willkommen, und welche sind tabu?
- Sind Betteln, neckende Worte oder eine Machtdynamik erwünscht, und gibt es Worte, die tabu sind?
- Gehören Fesseln dazu, und wenn ja, wie lange dürfen sie dranbleiben?
Sicherheitschecks
- Sprecht vorher über Herzerkrankungen, Bluthochdruck oder andere gesundheitliche Themen, denn lange Erregung ist körperliche Anstrengung.
- Macht mindestens alle fünfzehn Minuten ein paar Minuten Pause, mit Wasser.
- Nehmt genug Gleitmittel und variiert die Berührung, damit nichts wund wird oder durch Reibung brennt.
- Verwendet keine betäubenden Cremes oder Sprays, weil sie Schmerz verdecken und zu Verletzungen führen können.
- Achtet auf Schmerzen, Krämpfe oder ein dumpfes Ziehen im Becken oder an den Genitalien: Pausiert und lasst nach, und beendet die Session, wenn das Unbehagen nicht nachlässt.
- Wenn Fesseln im Spiel sind, prüft in jeder Pause Finger oder Zehen auf Farbe, Wärme und Kribbeln und öffnet bei jedem Taubheitsgefühl.
- Manche Massagestäbe werden bei langem Gebrauch warm; fass den Kopf regelmäßig selbst an und lass ihn bei Bedarf abkühlen.
- Hört sofort auf, wenn die empfangende Person echte Not, Panik oder Wut zeigt statt verspielter Frustration.
Die Szene Schritt für Schritt
Der Ablauf ist für Erwachsene
Er beschreibt sexuelle Handlungen und BDSM-Praktiken im Detail. Du siehst ihn erst, wenn du bestätigst, dass du mindestens 18 bist. Der Plan oben enthält alles, was du brauchst, um zu entscheiden, ob diese Szene zu euch passt.
Aftercare
- Löst zuerst alle Fesseln, dann gibt es eine Decke und Wasser.
- Lasst dem Körper Zeit zum Runterkommen, denn er kann noch eine Weile unruhig oder empfindlich sein.
- Beruhigt und lobt, besonders wenn die Session ohne Orgasmus geendet hat.
- Sprecht darüber, wie gut die Signale funktioniert haben und was ihr beim nächsten Mal ändern würdet.
- Fragt später am Abend oder am nächsten Morgen nach Frust oder gedrückter Stimmung.
Varianten
- Sanfter: nur drei Durchgänge, ohne Fesseln, mit Orgasmus am Ende.
- Im eigenen Tempo: Die empfangende Person stimuliert sich selbst, während die andere Anweisungen gibt.
- Zählspiel: Die steuernde Person legt heimlich eine Zahl an Durchgängen fest und verrät sie erst am Ende.
- Intensiver: längere Sessions mit weichen Fesseln und strengeren Regeln, nur mit Erfahrung und gründlichem Vorgespräch.
- Mit Permission Play kombinieren, bei dem um den Höhepunkt gebeten werden muss, innerhalb der vorher vereinbarten Grenzen.
Aufklärende Inhalte. Keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung.