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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in wünscht sich ein Rollenspiel, das mich verstört

Kommunikation

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in hat dir eine Rollenspiel-Fantasie anvertraut, und statt Neugier hast du eher Unbehagen oder sogar Ekel gespürt. Vielleicht berührt das Szenario ein Thema, das zu nah an echtem Leid liegt, spielt auf eine Weise mit Macht, die dich aufwühlt, oder erinnert dich an etwas Schmerzhaftes. Jetzt fragst du dich, was das über dein Gegenüber aussagt und wie du reagieren kannst, ohne zu verletzen.

Deine Reaktion ist berechtigt, und die Fantasie deines Gegenübers ist es auch. Fantasien drehen sich oft um Dinge, die jemand im echten Leben nie wollen würde, und eine solche Fantasie macht niemanden gefährlich. Aber du musst nie etwas nachspielen, das dich verstört, und das zu sagen, ist nicht dasselbe wie ein Urteil.

Was du sagen kannst

Danke, dass du mir das anvertraust. Ich merke, dass es dir nicht leichtgefallen ist. Ich muss ehrlich sein: Dieses Rollenspiel fühlt sich für mich nicht richtig an, und ich möchte es nicht machen. Das heißt nicht, dass ich schlechter von dir denke, weil du diese Fantasie hast.

Ich würde gern verstehen, was dich daran reizt. Vielleicht steckt darin etwas, ein Gefühl oder eine Dynamik, das wir auf eine Art ausprobieren können, die für uns beide passt. Und wenn nicht, möchte ich trotzdem, dass wir weiter offen miteinander reden.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Frag, was den Reiz ausmacht. Oft ist der Kern einer Fantasie ein Gefühl, etwa überwältigt zu werden, umsorgt zu werden oder etwas Verbotenes zu tun, und nicht die genaue Geschichte. Wenn ihr das Gefühl kennt, findet ihr vielleicht eine Variante in einem anderen Rahmen, mit der du dich wohlfühlst. Vielleicht auch nicht, und das ist in Ordnung.

Sei klar mit deiner Grenze. „Dieses Szenario nicht“ kann neben „Für andere Rollenspiele bin ich offen“ stehen. Wenn du unsicher bist, sag auch das und nimm dir Zeit, bevor du dich entscheidest.

Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr Absprachen zu Rollenspielen festhalten: welche Themen tabu sind, welche besprochen werden können und wie ihr beide jederzeit aus der Rolle aussteigen könnt. Schriftlich festgehalten schützt das euch beide und macht künftige Vorschläge weniger heikel.

Sicherheit zuerst

Es ist nicht in Ordnung, wenn dein*e Partner*in dich weiter unter Druck setzt, das Rollenspiel ohne Nachfrage beginnt oder dich für deine Grenzen beschämt. Die Zustimmung zu einer Session muss freiwillig und vorher gegeben werden und kann jederzeit zurückgezogen werden.

Wenn eine Fantasie Kinder betrifft, Menschen, die nicht zugestimmt haben, oder den Wunsch, jemandem wirklich zu schaden, geht das über ein Gespräch über Rollenspiele hinaus. Es gibt spezialisierte Beratungsangebote für Menschen, die sich wegen ihrer eigenen Fantasien Sorgen machen, und auch du darfst dir Unterstützung holen. Wenn du dich unsicher fühlst, helfen die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“.

Tipps

Nimm dir einen Moment, bevor du antwortest, wenn du ihn brauchst. „Darüber muss ich nachdenken“ ist fürs Erste eine vollständige Antwort.

Wenn ein Thema alten Schmerz aufwühlt, kann eine Therapie hilfreich sein. Deine Reaktion sagt dir vielleicht etwas Wichtiges über deine eigene Geschichte, und das verdient für sich genommen Aufmerksamkeit.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Rollenspiel
  • #Fantasien
  • #Grenzen
  • #Tabus
  • #Einvernehmen

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