Was ist das?
Die Spitzen sind meist kurze Metalldornen, die durch das Handschuhmaterial gesteckt sind, und ihre Schärfe unterscheidet sich von Paar zu Paar stark. Manche sind stumpf und kitzelig, andere verletzen die Haut leicht. Viele genießen die Mischung aus vertrauter Handberührung und überraschendem Biss, und der bedrohliche Look der Handschuhe trägt zu vielen Sessions bei.
Vampirhandschuhe sind Handschuhe aus Leder oder Stoff, in deren Handflächen und Fingerspitzen viele winzige Metalldornen sitzen. Leicht über die Haut gestrichen, erzeugen sie ein Prickeln, mit mehr Druck können sie stechen oder kratzen. Der Top setzt die Hände ganz natürlich ein und gibt der Berührung trotzdem eine scharfe Note, deshalb verdienen Unversehrtheit der Haut und Hygiene besondere Aufmerksamkeit.
Was dazugehört
- Der Top trägt die Handschuhe und streicht, drückt oder greift über die Haut des Bottoms.
- Leichte Striche erzeugen ein Kribbeln oder Prickeln auf einer großen Fläche zugleich.
- Mehr Druck oder Ziehen sorgt für schärfere Empfindungen und kann Kratzspuren hinterlassen.
- Die Handschuhe werden oft mit weicher Berührung abgewechselt, etwa der bloßen Hand oder Fell.
So fängst du an
Teste die Handschuhe zuerst an deinem eigenen Unterarm, um zu lernen, wie viel Druck die Spitzen zum Stechen brauchen.
Beginne mit leichten, flachen Strichen statt mit Greifen oder Ziehen.
Fang an fleischigen, weniger empfindlichen Stellen wie Rücken, Schultern und Oberschenkeln an.
Schau dir die Haut nach jedem Durchgang an und hör dort auf, wo mehr als eine leichte Rötung entsteht.
Weiterentwickeln
- Variiere Druck, Tempo und Richtung, um innerhalb einer Session verschiedene Empfindungen aufzubauen.
- Nehmt eine Augenbinde dazu, damit der Bottom nicht vorhersehen kann, wo die nächste Berührung landet.
- Kombiniere die Handschuhe mit Kontrasten wie Eis, warmem Öl oder einem weichen Fellhandschuh.
- Erkundet leichtes Kratzen mit vorübergehenden Spuren erst, wenn ihr es ausdrücklich vereinbart habt.
Sicherheit
- Halte den Druck so leicht, dass die Spitzen die Haut nicht durchstechen oder aufreißen, es sei denn, ihr habt genau das sorgfältig verhandelt.
- Meide Gesicht, Augen, Genitalien und alle Stellen mit Schnitten, Ausschlag, Muttermalen oder frischen Tattoos.
- Prüfe die Dornen vor jeder Benutzung und sortiere Handschuhe mit verbogenen, lockeren oder gratigen Spitzen aus.
- Wenn die Haut verletzt wird, hör auf, reinige die Stelle und behandle die Handschuhe als Gegenstand mit Blutkontakt.
- Nutze ein Paar nur für eine*n Partner*in, denn Stoff oder Leder rund um Metallspitzen lässt sich kaum vollständig desinfizieren.
Einvernehmen
- Sprecht darüber, wie intensiv die Empfindung sein soll und ob Kratzer oder Spuren in Ordnung sind.
- Vereinbart, welche Körperstellen dazugehören und welche völlig tabu sind.
- Fragt nach Angst vor spitzen Gegenständen und nach Hauterkrankungen oder Blutverdünnern, die die Haut empfindlicher machen.
- Legt ein Safeword fest und fragt oft nach, besonders wenn der Bottom eine Augenbinde trägt.
Warnhinweise
- Verletzte Haut bringt ein Infektionsrisiko und Blutkontakt zwischen euch mit sich.
- Die Spitzen unterscheiden sich so stark, dass ein neues Paar immer getestet werden sollte, bevor du es bei deinem Gegenüber einsetzt.
- Hol dir ärztliche Hilfe, wenn ein Kratzer in den Tagen nach dem Spiel rot, geschwollen, warm oder schmerzhaft wird.
- Verwende die Handschuhe nicht, wenn eine*r von euch berauscht ist, denn dann lässt sich der Druck nicht verlässlich kontrollieren.
Gut zu wissen
- Wisch die Spitzen nach jeder Benutzung mit einem geeigneten Desinfektionsmittel ab und lass die Handschuhe vollständig an der Luft trocknen.
- Lederhandschuhe brauchen gelegentlich Pflege, die du von den Metallspitzen fernhalten solltest.
- Bewahre die Handschuhe Handfläche an Handfläche in einem Beutel oder einer Schachtel auf, damit die Spitzen geschützt bleiben.
- Ein Wartenberg-Rad oder ein Nervenrad bietet ein ähnliches Prickeln mit genauerer Kontrolle.