Das Wichtigste
- Breite, gepolsterte Manschetten aus Leder oder Neopren verteilen den Druck viel besser als Metallhandschellen
- Manschetten fixieren, sie sind nicht dafür gebaut, Körpergewicht zu tragen
- Zwischen Manschette und Haut sollte ein Finger passen
- Schlüssel oder Öffner bleiben die ganze Session über griffbereit
- Bei Taubheit oder Kribbeln kommen die Manschetten sofort ab
Im Detail
- Am Handgelenk verlaufen Nerven dicht unter der Haut. Druck auf der Daumenseite kann Handrücken und Daumen für Wochen taub werden lassen
- Handschellen mit Ratsche ziehen sich weiter zu, wenn die Person sich dreht oder zieht. Wenn ihr sie nutzt, aktiviere die Doppelsperre, damit sie nicht weiter schließen
- Billige Spaßhandschellen haben oft schwache Schlösser und dünne Schlüssel. Halte einen Ersatzschlüssel bereit und probier den Schnellverschluss vorher aus
- Häng niemanden an Hand- oder Fußmanschetten auf und zieh nie kräftig an einer Manschette, die an einem festen Punkt hängt
- Hinter dem Rücken gefesselte Hände belasten die Schultern. Halte diese Position kurz und zieh die Arme nicht nach oben
- Prüfe alle 10 bis 15 Minuten Hautfarbe und Wärme und lass die Person die Finger bewegen
- Wer gegen Manschetten ankämpft, verletzt sich besonders leicht. Klärt vorher, ob Zerren und Sich-Wehren zur Session gehören
Warnhinweise
- Kribbeln, Taubheit, Schwäche oder eine kalte, blasse oder bläuliche Hand: Manschetten sofort lösen
- Taubheit oder Schwäche, die länger als einen Tag anhält, oder eine Hand, die sich im Handgelenk nicht mehr heben lässt, gehört ärztlich abgeklärt
- Lass eine gefesselte Person niemals allein
- Fessle niemanden, der betrunken, berauscht oder sehr erschöpft ist
Weiterführendes und nächste Schritte
- Eine Sicherheitsschere, die Leder und Gurtband durchtrennt
- Ein Erste-Hilfe-Kurs, etwa beim Roten Kreuz, bei den Johannitern, Maltesern oder beim Samariterbund
- Deine Hausarztpraxis, wenn Taubheit oder Schwäche nach einer Session nicht verschwinden
- Unser Ratgeber zu Bondage und Nervenschäden