Bevor ihr anfangt: Sprecht alles in Ruhe und nüchtern durch, vereinbart ein Safeword und ein nonverbales Zeichen und legt Sicherheitsschere, Wasser und Handy in Reichweite.
Was ihr braucht
- Den Bibliothekseintrag zu Pet Play, vorher gemeinsam gelesen In der Bibliothek
- Hintergrund zur Dynamik zwischen Pet und Handler In der Bibliothek
- Ein bequemes Halsband, unter das zwei Finger passen In der Bibliothek
- Gut gepolsterte Knieschoner, dazu Handgelenkstützen oder gepolsterte Handschuhe bei empfindlichen Handgelenken
- Eine weiche Matte, ein Teppich oder ein Deckenbett auf sauberem Boden
- Mundsicheres Spielzeug: lebensmittelechtes Silikon oder Naturkautschuk, gewaschen, ohne lose Teile und zu groß zum Verschlucken
- Eine saubere Schüssel, die nur dafür benutzt wird, oder eine Trinkflasche mit Wasser
- Kleine Leckerlis, die ihr beide auf Allergien geprüft habt
- Eine weiche Bürste für die Fellpflege In der Bibliothek
- Optional: gepolsterte Pfotenhandschuhe, nur mit einem Stoppsignal, das ohne Finger funktioniert In der Bibliothek
- Optional: Ohren, ein Schwanz am Gürtel oder eine Haube, die Augen, Nase und Mund frei lässt
Vorbereitung
Räumt scharfe Ecken, Kabel, Kleinteile und Zerbrechliches vom Boden und saugt dort, wo das Pet krabbeln wird.
Legt Matten oder Decken auf harte Böden und richtet eine gemütliche Bettecke für Pausen und Nickerchen ein.
Wascht alle Spielzeuge und die Wasserschüssel mit heißem Wasser und milder Seife und prüft sie auf Risse und scharfe Kanten.
Wählt gemeinsam eine Persona: welches Tier, wie verspielt oder ruhig es ist und welche einfachen Tricks es lernen könnte.
Übt die nonverbalen Signale vor dem Start, damit ihr sie beide ohne Nachdenken beherrscht.
Plant eine Essenspause ein und haltet menschliche Snacks, Wasser und die eigene Kleidung des Pets bereit.
Stellt einen sanften Timer für regelmäßige Check-ins und Positionswechsel.
Das sprecht ihr vorher ab
- Was für ein Pet soll es sein, und wie sieht die Rolle des Handlers aus: verspielte Begleitung, Trainer*in oder Betreuung?
- Welches nonverbale Stoppsignal nutzt ihr? Zum Beispiel legt sich das Pet auf die Seite und klopft dreimal auf den Boden, oder es steht einfach auf.
- Darf das Pet jederzeit in menschlichen Worten sprechen, um etwas Wichtiges zu sagen? Ein Ja hält die Kommunikation offen.
- Wie funktionieren Check-ins ohne Worte, etwa ein Pfotentippen für Ja und zwei für Nein, oder Daumen hoch und runter?
- Bleibt der Nachmittag nicht sexuell, oder sind sexuelle Elemente willkommen? Für einen sanften ersten Nachmittag lassen viele Paare das weg.
- Welche Kommandos, Namen und Berührungen sind willkommen und welche tabu, etwa geschimpft oder ignoriert zu werden?
- Gibt es eine Leine? Wenn ja, vereinbart, dass sie locker bleibt und nie genutzt wird, um am Hals zu ziehen.
- Wie lange wollt ihr in der Rolle bleiben, und wie beendet ihr den Nachmittag gemeinsam?
Sicherheitschecks
- Die Knieschoner kommen dran, bevor das Pet auf alle viere geht, und sie bleiben dran.
- Wechselt mindestens alle 15 bis 20 Minuten die Position: sitzen, liegen, dehnen oder kurz aufstehen.
- Achtet auf Handgelenke, Schultern und den unteren Rücken. Ziehen oder Kribbeln heißt: längere Pause, nicht durchhalten.
- Alles, was in den Mund kommt, muss sauber, lebensmittelecht, ohne lose Teile und groß genug sein, dass es nicht verschluckt werden kann.
- Haltet Spiele mit dem Mund sanft: kein kräftiges Zerren mit den Zähnen und kein Kauen auf harten Gegenständen, die Zähne oder Kiefer schaden können.
- Unter ein Halsband müssen immer zwei Finger passen. Eine Leine bleibt locker oder wird an einem Harness befestigt und reißt nie am Hals.
- Hauben und Kostüme können warm werden. Bietet oft Wasser an und nehmt die Kopfbedeckung bei jedem Check-in ab, wenn das Pet gerötet aussieht.
- Pfotenhandschuhe schränken die Hände ein, deshalb muss das Stoppsignal ohne Finger funktionieren, und in den Pausen kommen sie ab.
- Der Handler bleibt den ganzen Nachmittag nüchtern und aufmerksam.
Die Szene Schritt für Schritt
Der Ablauf ist für Erwachsene
Er beschreibt sexuelle Handlungen und BDSM-Praktiken im Detail. Du siehst ihn erst, wenn du bestätigst, dass du mindestens 18 bist. Der Plan oben enthält alles, was du brauchst, um zu entscheiden, ob diese Szene zu euch passt.
Aftercare
- Beendet den Nachmittag mit dem vereinbarten Abschluss, etwa indem ihr gemeinsam das Halsband abnehmt, und sagt euch eure echten Namen.
- Helft dem Pet langsam beim Aufstehen und dehnt dann gemeinsam Knie, Hüften, Handgelenke und Schultern.
- Bietet Wasser, eine richtige menschliche Mahlzeit oder einen Snack und bequeme Kleidung an.
- Kuschelt oder ruht euch eine Weile aus, denn der Weg zurück in die Erwachsenensprache kann ein paar Minuten dauern.
- Sprecht über eure schönsten Momente, über alles, was sich seltsam angefühlt hat, und was ihr ändern wollt, und fragt am nächsten Tag noch einmal nach.
Varianten
- Sanfter: Lasst das Pet vor allem auf Bett oder Sofa, mit Kuscheln, Fellpflege und nur kurzen Zeiten auf dem Boden.
- Sanfter: Das Pet darf in verspielter Stimme weitersprechen, statt auf Laute umzusteigen.
- Intensiver: Gestaltet eine strukturierte Trainingseinheit mit ein paar Kommandos, Belohnungen und Wiederholungen.
- Intensiver: Verlängert die Zeit in der Rolle auf einen ganzen Tag, mit geplanten Mahlzeiten, Nickerchen und Dehnpausen.
- Eine Variante im Freien nur auf privatem, umzäuntem Gelände, nie vor Menschen, die nicht zugestimmt haben, das zu sehen.
Aufklärende Inhalte. Keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung.