Das Wichtigste
- Zustimmung zur Aufnahme ist keine Zustimmung zur Weitergabe
- Klärt Speicherort, Zugriff und Löschen, bevor etwas aufgenommen wird
- Gesichter, Tattoos, Räume und Metadaten können eine Person erkennbar machen
- Intime Aufnahmen ohne Zustimmung zu verbreiten ist in vielen Ländern strafbar, auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz
- StopNCII.org hilft Erwachsenen, die Verbreitung von Bildern auf großen Plattformen zu stoppen
Im Detail
- Vor der Aufnahme: was gefilmt wird, welche Körperteile oder Gesichter, wer die Dateien behält, auf welchem Gerät, ob sie in die Cloud gehen und was nach einer Trennung passiert
- Zustimmung kann zurückgezogen werden. Bittet jemand später darum, Bilder von sich zu löschen, lösch sie, auch Backups und Kopien
- Erkennbare Details: Gesichter, Tattoos, Muttermale, Schmuck, Stimmen, Spiegel, der Blick aus dem Fenster, Post auf dem Tisch. Standortdaten in der Datei können verraten, wo sie entstanden ist
- Cloud-Synchronisierung: Viele Handys laden Fotos automatisch hoch. Schalte das ab oder nutze ein Gerät ohne Synchronisierung
- Veranstaltungen: Die meisten Spielorte verbieten Kameras. Fotografiere nie jemanden im Hintergrund
- Wenn ein Bild auftaucht: Sichere Beweise (Screenshots mit Adresse der Seite, Datum und Benutzernamen) und melde es dann über das Formular der Plattform für intime Bilder ohne Zustimmung
- StopNCII.org (für Erwachsene) erstellt auf deinem eigenen Gerät einen digitalen Fingerabdruck des Bildes; Partnerplattformen blockieren damit Treffer. Das Bild selbst wird nie hochgeladen
- Sextortion: Droht jemand, Bilder zu verbreiten, wenn du nicht zahlst oder mehr schickst, zahl nicht, brich den Kontakt ab, sichere die Beweise und erstatte Anzeige
Warnhinweise
- Bilder, die du bekommst, sind nicht zum Weiterleiten da
- Eine Trennung beendet nicht die Pflicht, gemeinsame Bilder privat zu halten
- Die Scham gehört der Person, die Bilder verbreitet, nicht der Person auf dem Bild
Weiterführendes und nächste Schritte
- StopNCII.org
- Die Meldeformulare der jeweiligen Plattform
- HateAid in Deutschland, ZARA in Österreich und die Opferhilfe-Beratungsstellen in der Schweiz
- Die Polizei (110 in Deutschland, 133 in Österreich, 117 in der Schweiz)