Das Wichtigste
- Brich die Session ab, sobald sich Panik zeigt, mit oder ohne Safeword
- Zuerst Knebel, Augenbinde, Maske und Fesseln entfernen
- Langsames Atmen mit längerem Ausatmen hilft dem Körper, sich zu beruhigen
- Im Zweifel zwischen Panik und einem medizinischen Problem: Hilfe rufen
- Sprecht später darüber, ohne Schuldzuweisung
Im Detail
- Typische Anzeichen: Herzrasen, schnelle Atmung, Enge in der Brust, Zittern, Kribbeln, Schwindel, ein Gefühl von Unwirklichkeit, Todesangst. Meist erreicht die Panik innerhalb von etwa zehn Minuten ihren Höhepunkt und lässt dann nach
- Auslöser können Fesselung, Sinnesentzug, eine Erinnerung, die eine Rolle oder ein Wort weckt, Erschöpfung und Stimulanzien sein
- Handeln: Löse alles, was Bewegung, Sicht oder Atem einschränkt, mach Licht an und gib der Person Raum, aufrecht sitzend. Sprich ruhig und in kurzen Sätzen: „Du bist sicher. Ich bin da. Wir haben aufgehört.“
- Atmung: Atme langsam mit, durch die Nase ein und länger aus als ein. Keine Papiertüte verwenden
- Im Hier und Jetzt ankommen: Bitte die Person, fünf Dinge zu nennen, die sie sieht, oder ihre Füße auf dem Boden zu spüren
- Frag, bevor du berührst. Manche wollen eine Umarmung, andere brauchen Abstand
- Danach: Aftercare, Wasser, Wärme und später ein Gespräch darüber, was ihr ändern wollt. Wiederkehrende Attacken solltest du ärztlich oder in einer Therapie ansprechen
Warnhinweise
- Notruf 112 bei Brustschmerz, der in Arm, Kiefer oder Rücken ausstrahlt, bei blauen Lippen, Ohnmacht oder Beschwerden, die nicht nachlassen
- Eine erste Attacke, eine bekannte Herz- oder Lungenerkrankung, Diabetes oder kürzlicher Drogenkonsum machen eine körperliche Ursache wahrscheinlicher
- Spiel die Angst nicht herunter und mach dich nicht lustig; die Angst ist echt, auch wenn die Gefahr es nicht ist
Weiterführendes und nächste Schritte
- Ärztliche oder therapeutische Begleitung, idealerweise kinkfreundlich
- Informationen öffentlicher Gesundheitsportale zu Panikattacken
- Die Ratgeber zu Aftercare und Sub Drop im Bereich Sicherheit
- Notruf 112 (in der ganzen EU und in der Schweiz; in Österreich und der Schweiz erreichst du den Rettungsdienst auch unter 144)