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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in küsst mich nur noch, wenn es auf Sex hinausläuft

Intimität

Du bist nicht allein

Früher habt ihr euch ständig geküsst: zur Begrüßung, zum Abschied, einfach so. Jetzt scheint es Küsse nur noch zu geben, wenn es auf Sex hinausläuft, und dir fehlt die alltägliche Zärtlichkeit.

Sich Zärtlichkeit ohne Erwartungen zu wünschen, ist absolut verständlich. Alltägliche Zuneigung hilft vielen Menschen, sich geliebt und geborgen zu fühlen.

Was du sagen kannst

Mir fehlt etwas, und das wollte ich dir sagen. Wir küssen uns eigentlich nur noch, wenn es auf Sex hinausläuft, und ich vermisse die kleinen Küsse von früher. Durch sie habe ich mich dir nah gefühlt.

Ich fände es schön, wieder Zärtlichkeit einfach um ihrer selbst willen zu haben, etwa einen Kuss zur Begrüßung oder Kuscheln auf dem Sofa. Wie siehst du das? Gibt es auch etwas, wovon du dir mehr wünschst?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

In langen Beziehungen schläft die alltägliche Zärtlichkeit oft ein, durch Routine, Stress oder Müdigkeit, nicht aus fehlender Liebe. Auszusprechen, was du vermisst, reicht oft schon, um die Gewohnheit zu ändern.

Menschen geben und empfangen Zuneigung außerdem auf unterschiedliche Weise. Mit einer Bedienungsanleitung könnt ihr beide beschreiben, wodurch ihr euch geliebt fühlt, wie ihr gern berührt werdet und wann ihr lieber Abstand habt.

Wenn dein*e Partner*in Küsse oder Berührungen nicht mehr so genießt wie früher, versuch zu verstehen, warum. Das kann mit Stress, Gesundheit, Stimmung oder etwas in der Beziehung zu tun haben. Bleibt die Zärtlichkeit aus, obwohl du klar darum gebeten hast, darfst du klären, ob deine Bedürfnisse hier erfüllt werden können. Eine Paarberatung kann dabei helfen.

Sicherheit zuerst

Fehlende Zärtlichkeit allein ist kein Missbrauch. Bedenklicher wird es, wenn Zuneigung als Strafe entzogen wird, wenn Berührungen nur dann kommen, wenn dein*e Partner*in Sex will, und ein Nein zu Schmollen, Druck oder Wut führt, oder wenn du für deinen Wunsch nach Nähe verspottet wirst.

Jede sexuelle Handlung sollte von euch beiden frei gewählt sein. Zärtlichkeit darf nie eine Schuld erzeugen, die du abbezahlen musst.

Wenn du dich unter Druck gesetzt oder unsicher fühlst, kann eine Beratungsstelle oder Therapie helfen, und die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Fang selbst mit kleinen Momenten nicht sexueller Zärtlichkeit an: ein Kuss auf die Wange, Händchenhalten, eine lange Umarmung. Halte sie leicht und frei von Erwartungen.

Sag deutlich, wenn es einfach nur Zärtlichkeit ist: „Das ist nur eine Umarmung, nicht mehr.“ Das kann deinem Gegenüber helfen, sich zu entspannen, falls die Sorge bestand, dass jede Berührung eine Erwartung mit sich bringt.

Baut Zärtlichkeit in eure Routinen ein, etwa einen Kuss, wenn eine*r von euch geht oder nach Hause kommt, damit sie nicht von der Stimmung abhängt.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Bedienungsanleitung zeigt deinen Partner*innen, wie du mit Konflikten, Trost und Nähe umgehst, bevor das nächste Missverständnis entsteht.

Deine Bedienungsanleitung erstellen

Schlagwörter

  • #Küssen
  • #Zärtlichkeit
  • #Intimität
  • #Verbindung
  • #Berührung

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