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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in pupst und rülpst ständig und findet das lustig

Kommunikation

Du bist nicht allein

Körperfunktionen sind natürlich, das weißt du. Aber dein*e Partner*in macht es laut und oft, beim Essen, in der Öffentlichkeit oder sogar in intimen Momenten, und lacht darüber. Dir ist das peinlich, und es fängt an, deine Anziehung zu beeinträchtigen.

Es ist okay, das unangenehm zu finden. Sich ein bisschen Rücksicht zu wünschen, ist nicht verklemmt, sondern ein ganz normales Bedürfnis.

Was du sagen kannst

Ich möchte etwas ansprechen, das vielleicht klein klingt, mich aber stört. Ich weiß, dass Pupsen und Rülpsen passiert, und ich erwarte nicht, dass du perfekt bist. Aber wenn es oft passiert, besonders beim Essen, in der Öffentlichkeit oder wenn wir intim sind, ist für mich die Stimmung komplett weg, und manchmal ist es mir auch peinlich.

Können wir ein paar Situationen und Orte festlegen, an denen du mehr darauf achtest? Das wäre mir wirklich wichtig.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Bleib locker, aber klar. Viele sind in Familien aufgewachsen, in denen das ein Running Gag war, und merken wirklich nicht, dass es dich stört. Es einmal direkt anzusprechen, gibt deinem Gegenüber eine faire Chance, sich darauf einzustellen.

Sag konkret, was dir am wichtigsten ist: Vielleicht ist es zu Hause auf dem Sofa in Ordnung, aber nicht am Esstisch oder im Bett. Mit der Bedienungsanleitung könnt ihr solche Wohlfühlwünsche teilen, ohne dass es nach Kritik klingt.

Wenn Blähungen oder Aufstoßen übermäßig wirken, kann eine körperliche Ursache dahinterstecken, und ärztlicher Rat kann helfen. Wenn du klar darum gebeten hast und es weiterhin abgetan wird, darfst du überlegen, wie wichtig dir das auf lange Sicht ist.

Sicherheit zuerst

Für sich genommen ist das eine Frage von Umgangsformen und Wohlbefinden, nicht von Sicherheit. Bedenklich wird es, wenn dein*e Partner*in dich absichtlich bloßstellt, sich über dein Unbehagen lustig macht oder es ignoriert, um dir zu zeigen, dass man nicht auf dich hören muss.

Wenn du ein größeres Muster aus Herabsetzung, Einschüchterung oder Kontrolle bemerkst, geht das über einen gewöhnlichen Konflikt hinaus. Eine Beratungsstelle oder die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ können dir helfen, das einzuordnen, und wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Nutze Humor, wenn ihr so am besten miteinander redet, aber schieb eine ernst gemeinte Bitte hinterher, damit die Botschaft nicht untergeht.

Vereinbart ein einfaches Zeichen oder einen Satz für den Moment selbst, damit du nicht jedes Mal ein großes Gespräch anfangen musst.

Wenn die Ernährung eine Rolle zu spielen scheint, könnt ihr gemeinsam Gerichte ausprobieren, die bekömmlicher sind. So wird daraus ein gemeinsames Projekt statt einer Beschwerde.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Bedienungsanleitung zeigt deinen Partner*innen, wie du mit Konflikten, Trost und Nähe umgehst, bevor das nächste Missverständnis entsteht.

Deine Bedienungsanleitung erstellen

Schlagwörter

  • #Umgangsformen
  • #Körperfunktionen
  • #Respekt
  • #Anziehung
  • #Wohlbefinden

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