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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in redet Gemeinheiten im Alltag mit Kink-Begriffen schön

Vertrauen

Du bist nicht allein

„Du bist mein Sub, also hältst du das aus.“ „Sadismus ist nun mal ein Teil von mir.“ „Brats muss man eben in ihre Schranken weisen.“ Solche Sätze fallen, nachdem du beim Abendessen, vor Freund*innen oder mitten in einem ganz normalen Streit heruntergemacht wurdest, obwohl ihr außerhalb eurer Sessions nie etwas in der Art vereinbart habt.

Wenn dich das verwirrt, ist das verständlich. Die Worte stammen aus etwas, das ihr beide mögt, und das macht ein Nein schwerer. Aber Kink ist einvernehmlich und hat einen Rahmen. Gemeinheit außerhalb dieses Rahmens ist kein Kink, egal wie sie genannt wird.

Was du sagen kannst

Wenn du mich außerhalb unserer Sessions runtermachst und es dann als Teil unserer Dynamik bezeichnest, fühlt sich das für mich nicht nach Spiel an. Es tut weh. Was wir in Sessions machen, haben wir vereinbart, und ich mag es. Außerhalb davon möchte ich respektvoll behandelt werden, auch wenn du genervt von mir bist.

Wenn du willst, dass unsere Dynamik mehr vom Alltag umfasst, müssen wir darüber reden und uns gemeinsam darauf einigen. Das kann nicht einfach so passieren.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Rollen heben keine Rechte auf. Manche Paare leben ihre Dynamik rund um die Uhr, aber sie verhandeln sie, setzen Grenzen, überprüfen sie regelmäßig, und beide können aussteigen. Auch Erniedrigung kann Teil des Spiels sein, mit vereinbarten Worten und vereinbarten Grenzen. Was du beschreibst, überspringt all das.

Ihr könnt den Rahmen ausdrücklich machen. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr festhalten, wo eure Dynamik gilt und wo nicht, welche Themen immer tabu sind (dein Körper, deine Arbeit, deine Familie, Bloßstellung vor anderen) und wie ihr beide sie pausieren könnt.

Achte darauf, wie dein*e Partner*in reagiert. Ein Mensch, dem du wichtig bist, will das richtig machen, auch wenn es zuerst peinlich ist.

Sicherheit zuerst

Sei wachsam, wenn dein*e Partner*in sagt „Ein echter Sub würde sich nicht beschweren“, wenn die Herabsetzungen häufiger werden, wenn du anfängst, Angst vor deinem Gegenüber zu haben, oder wenn die Dynamik auch dein Geld, deine Freundschaften oder deine Zeit einschränkt. Das sind Zeichen von Gewalt, die Kink als Deckmantel benutzt, und es ist nicht deine Schuld. Unser Artikel „Kink oder Missbrauch? So erkennst du den Unterschied“ erklärt die Warnsignale.

Die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung, und wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Notier dir kurz konkrete Beispiele mit Datum. Das hilft dir, deiner Erinnerung zu trauen, wenn dir gesagt wird, du würdest übertreiben.

Sprich mit Menschen aus der Szene, denen du vertraust, oder mit einer kinkfreundlichen Beratung. Zu hören, wie andere Dynamiken mit Respekt im Alltag umgehen, kann sehr klar machen, was in Ordnung ist.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #verbale Gewalt
  • #Machtaustausch
  • #Respekt
  • #Warnsignale
  • #Grenzen

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