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Consation
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Der Situationsraum

Ich bin mir nicht sicher, ob das, was passiert ist, einvernehmlich war

Vertrauen

Du bist nicht allein

Etwas ist passiert, beim Sex oder in einer Session, und es lässt dich nicht los. Vielleicht hast du manchen Dingen zugestimmt, aber nicht diesem. Vielleicht bist du erstarrt, hattest getrunken oder hast Ja gesagt, damit der Druck aufhört. Vielleicht liegt dir die Person am Herzen, oder Teile davon haben sich gut angefühlt, und das macht alles noch verwirrender.

Unsicher zu sein, ist sehr verbreitet, und es bedeutet nicht, dass du dir etwas einbildest oder übertreibst. Du musst dem heute keinen Namen geben. Was du fühlst, ist echt, egal wie du es am Ende nennst, und darüber entscheidest du, in deinem eigenen Tempo.

Was du sagen kannst

Es ist etwas passiert, das mir nicht aus dem Kopf geht, und ich weiß nicht, wie ich es nennen soll. Ich will nicht, dass du für mich entscheidest. Ich möchte es einfach mit jemandem durchsprechen, der zuhört.

Darf ich dir davon erzählen? Es würde mir helfen, wenn du mich einfach ausreden lässt und mich danach fragst, wie es mir geht.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Diese Worte sind für eine Vertrauensperson oder eine Beratung gedacht. Wenn du so weit bist, können dir ein paar behutsame Fragen helfen, Ordnung hineinzubringen. Hatte ich eine echte Möglichkeit, Nein zu sagen, und wäre dieses Nein respektiert worden? Habe ich genau dem zugestimmt oder etwas anderem? Konnte ich überhaupt zustimmen, also wach, nüchtern genug und ohne Angst? Wenn ich gezögert habe oder aufhören wollte, was ist dann passiert? Wie hat die andere Person danach reagiert? Keine einzelne Antwort entscheidet die Frage, und du musst nicht alle beantworten.

Unser Artikel „Kink oder Missbrauch? So erkennst du den Unterschied“ erklärt, was Kink einvernehmlich macht und auf welche Warnsignale du achten kannst. Im Sicherheitshandbuch im Bereich Sicherheit steht, wie Zustimmung, Safewords und Check-ins funktionieren sollen.

Fachberatungsstellen zu sexualisierter Gewalt sprechen auch mit Menschen, die sich nicht sicher sind, was passiert ist. Das Gespräch ist vertraulich und verpflichtet dich zu nichts.

Sicherheit zuerst

Wenn du verletzt bist, Schmerzen hast oder dir Sorgen wegen einer Schwangerschaft oder Infektionen machst, lass dich bald ärztlich untersuchen, denn manche Behandlungen wirken in den ersten Tagen am besten. In vielen Regionen können Verletzungen und Spuren dokumentiert werden, auch wenn du noch nicht entschieden hast, ob du Anzeige erstattest. Ob du zur Polizei gehst, entscheidest du, jetzt oder später.

Wenn du dich in der Nähe der Person nicht sicher fühlst oder sie dich drängt, nichts zu sagen, nimm das ernst. Die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung, und wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Schreib auf, woran du dich erinnerst, mit Datum, und bewahre Nachrichten auf. Du musst sie nicht verwenden, aber sie halten dir Wege offen.

Es ist in Ordnung, auf Abstand zu der Person zu gehen, während du das sortierst, und du musst sie nicht zur Rede stellen. Hab Geduld mit dir. Die Gefühle dazu können sich von Tag zu Tag ändern.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Safewords, Check-ins und Aftercare geben euch eine gemeinsame Sprache für den Moment, in dem sich etwas nicht mehr gut anfühlt.

Zum Sicherheitshandbuch

Schlagwörter

  • #Einvernehmen
  • #Unsicherheit
  • #sexualisierte Gewalt
  • #Beratung
  • #Selbstfürsorge

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