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Beziehungsvereinbarungen

Primal-Play-Vereinbarung

Primal (Jäger*in / Beute)18+

Vereinbarung für Primal-Dynamiken mit Jagd und Beute, wildem Raufen und instinktgesteuertem Miteinander.

Diese Vorlage ist ein Werkzeug fürs Gespräch zwischen einvernehmlich handelnden Erwachsenen. Sie ist kein rechtlich bindender Vertrag, und Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.

Beziehungsvereinbarung

Primal-Play-Vereinbarung

Datum:

Primal (Jäger*in / Beute)

Diese Primal-Play-Vereinbarung begründet eine einvernehmliche Beziehung zwischen Partner*innen, die instinktgesteuertes, animalisches Spiel genießen. Beide erkennen an, dass Primal Play rohe Energie und Körperlichkeit beinhaltet und rau oder heftig wirken kann, aber auf begeisterter Zustimmung und gegenseitigem Verlangen beruht. Diese Vereinbarung ist ein Werkzeug für eure Kommunikation und kein rechtlich bindender Vertrag.

Zweck

Diese Vereinbarung schafft Richtlinien für Primal Play, die das Ursprüngliche und Instinktive dieser Dynamik würdigen und gleichzeitig Sicherheit, Einvernehmen und Respekt wahren. Beide suchen Verbindung durch körperliche Intensität, Herausforderung, Widerstand und den Ausdruck ursprünglicher Energie.

Wichtiger rechtlicher Hinweis

Dieses Dokument ist eine persönliche Vereinbarung zwischen einvernehmlich handelnden Erwachsenen. Es ist kein rechtlich bindender Vertrag.

Alle Aktivitäten müssen mit den geltenden Gesetzen vereinbar sein. Beide Beteiligten müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Beteiligte

Partner*in 1
Name:
Geburtsdatum:
Kontakt:
Partner*in 2
Name:
Geburtsdatum:
Kontakt:

Grundprinzipien Verpflichtend

Diese Vereinbarung beruht auf den folgenden Prinzipien:

  • SSC (Safe, Sane, Consensual: sicher, mit klarem Verstand, einvernehmlich)
  • RACK (Risk-Aware Consensual Kink: risikobewusster, einvernehmlicher Kink)
  • Begeistertes, informiertes und fortlaufendes Einvernehmen
  • Das Recht, das Einvernehmen jederzeit zurückzuziehen

Safewords und Signale Verpflichtend

Rot (sofort aufhören):
Gelb (langsamer werden oder nachfragen):
Grün (weitermachen):

Entscheidend: Safewords müssen sofort respektiert werden, ohne Nachfrage und ohne Zögern.

Hard Limits (Tabus)

Hard Limits von Partner*in 1

Hard Limits von Partner*in 2

Praktiken

Praktiken, die in dieser Dynamik oft vorkommen. Kreuzt an, was passt, streicht, was nicht passt, und ergänzt Notizen oder Grenzen.

  • Jagd zwischen Jäger*in und Beute: Eine Person jagt, die andere rennt weg und weicht ausNotizen und Grenzen:
  • Wildes Raufen: Ringen, Rangeln, ÜberwältigenNotizen und Grenzen:
  • Beißen: Instinktives Beißen und MarkierenNotizen und Grenzen:
  • Kratzen: Mit den Nägeln kratzen und markierenNotizen und Grenzen:
  • Knurren/Laute: Tierlaute und ursprüngliche KommunikationNotizen und Grenzen:
  • Widerstand/Gegenwehr: Die Beute wehrt sich und kämpftNotizen und Grenzen:
  • Beanspruchen/Markieren: Das Gegenüber als Revier markierenNotizen und Grenzen:
  • Festhalten/Überwältigen: Körperliche Dominanz und KontrolleNotizen und Grenzen:
  • Haareziehen: An den Haaren packen und kontrollierenNotizen und Grenzen:
  • Takedown/Umreißen: Die Beute körperlich einfangenNotizen und Grenzen:
  • Erzwungener Orgasmus: Die Beute trotz spielerischem Widerstand zum Orgasmus bringen (einvernehmlich und vorher ausgehandelt)Notizen und Grenzen:
  • Breeding Play: Rollenspiel mit instinktivem PaarungsverhaltenNotizen und Grenzen:
  • Sonstiges:

Toys und Ausrüstung

Kreuzt an, was ihr nutzen wollt, und notiert konkrete Gegenstände oder Grenzen.

  • Keine/minimal: Primal Play kommt oft allein mit dem Körper ausNotizen und Grenzen:
  • Krallen/Kratzhandschuhe: Für intensiveres KratzenNotizen und Grenzen:
  • Aufsteck-Reißzähne: Realistische Reißzähne für BeißspieleNotizen und Grenzen:
  • Weiche Matten/Polsterung: Sichere Unterlage für Ringen und StürzeNotizen und Grenzen:
  • Seil/Fesseln: Um die gefangene Beute zu sichernNotizen und Grenzen:
  • Bandana/Knebel: Dämpft Geräusche während der Jagd (nur mit vereinbarten nonverbalen Signalen)Notizen und Grenzen:
  • Erste-Hilfe-Set: Zur Versorgung von Kratzern und BissenNotizen und Grenzen:
  • Sonstiges:

Regeln und Protokolle

Übliche Regeln für diese Dynamik. Behaltet, ändert oder streicht sie, so wie ihr es vereinbart.

  • Ein Safeword ist Pflicht und wird sofort respektiert
  • Kein Beißen oder Kratzen an Gesicht, Hals (vorne) oder Genitalien
  • Verletzungen der Haut müssen vorher ausgehandelt werden
  • Der Spielbereich muss sicher sein (spitze Gegenstände und harte Möbelkanten entfernen)
  • Beide wärmen sich vor intensivem körperlichem Spiel auf
  • Auf Anzeichen echter Not achten, im Unterschied zu gespielter Not
  • Erste-Hilfe-Material für Kratzer und Bisse ist griffbereit
  • Check-ins während des Spiels (verbale oder nonverbale Signale)
  • Nach intensiven Primal-Sessions ist Aftercare Pflicht
  • Kein Spiel, wenn jemand wirklich wütend auf das Gegenüber ist: nur einvernehmliche Aggression
  • Körperliche Einschränkungen und Verletzungen des Gegenübers respektieren
  • Blutergüsse, Spuren und Kratzer werden beobachtet, bis sie verheilt sind
  • Weitere Regel:

Primal-Rollen und Dynamik

Die Primal-Rolle und Energie jeder Person festlegen:

Hauptrollen:
Person A sieht sich als: □ Jäger*in/Raubtier □ Beute □ Switch
Person B sieht sich als: □ Jäger*in/Raubtier □ Beute □ Switch

Primal-Archetypen (falls zutreffend):
Primal-Energie von Person A: [Wolf, Großkatze, Bär, Fuchs, Hase, Reh usw.]
Primal-Energie von Person B:

Merkmale von Jäger*in/Raubtier:

  • Verfolgt, jagt und stellt die Beute
  • Dominante Energie, fängt und überwältigt
  • Beißt, kratzt und markiert die Beute
  • Knurrt, faucht und zeigt Dominanz mit Lauten
  • Beansprucht die Beute für sich
  • Genießt Jagd und Fang

Merkmale der Beute:

  • Rennt weg, versteckt sich, weicht aus
  • Wehrt sich, kämpft, windet sich
  • Beißt und kratzt eventuell zur Selbstverteidigung
  • Wimmert, quiekt oder macht andere Beutelaute
  • Genießt es, gejagt und gefangen zu werden
  • Ergibt sich nach dem Fang oder wehrt sich weiter

Switch-Dynamik:
Wie ein Rollenwechsel kommuniziert wird:
Häufigkeit der Wechsel:

Auslöser für den Primal-Headspace:
Was euch hilft, in den Primal Space zu finden:

  • Umgebung (draußen, gedämpftes Licht usw.)
  • Bestimmte Musik oder Geräusche
  • Kleidung ablegen
  • Mit Knurren oder Tierlauten beginnen
  • Blickkontakt und Anpirschen
  • Sonstiges:

Intensitätsstufen beim Primal Play:
Stufe 1: Leichtes, spielerisches Raufen, sanftes Beißen, zartes Kratzen
Stufe 2: Mittlere Jagd, härteres körperliches Spiel, Markieren
Stufe 3: Intensive Jagd, harter Takedown, tiefe Bisse und Kratzer, Überwältigen

Aktuell angenehmer Bereich: Stufe bis

Körperliche Sicherheit und Grenzen

Primal Play trotz aller Intensität sicher gestalten:

Sichere Zonen (freigegeben für Beißen, Kratzen, harten Kontakt):

  • Schultern und oberer Rücken
  • Brust (Brustwarzen nur nach Absprache)
  • Po
  • Oberschenkel (außen)
  • Oberarme
  • Hüften und Flanken
  • Sonstiges:

Gefahrenzonen (kein Beißen, kein Kratzen, keine harten Schläge):

  • Gesicht und Kopf
  • Vorderseite des Halses/Kehle
  • Wirbelsäule
  • Nierenbereich (unterer Rücken)
  • Gelenke (Knie, Ellbogen, Knöchel)
  • Genitalien (außer nach ausdrücklicher Absprache)
  • Brüste/Brustbereich (falls empfindlich)
  • Verletzungen oder empfindliche Stellen:

Richtlinien fürs Beißen:

  • Nur oberflächliche Bisse, die Haut bleibt unverletzt (Standard)
  • Die Haut darf verletzt werden, wenn steril gearbeitet wird und beide zustimmen
  • Intensität: Sanft → Mittel → Hart
  • Maximale Tiefe:
  • Reißzähne/Zahnkappen: Ja / Nein
  • Vorwarnung vor harten Bissen: Ja / Nein

Richtlinien fürs Kratzen:

  • Leichtes Kratzen (rote Spuren)
  • Mittleres Kratzen (Striemen)
  • Tiefes Kratzen (kann die Haut verletzen)
  • Nagellänge:
  • Kratzhandschuhe/Krallen: Ja / Nein
  • Richtung: Mit dem Hautverlauf / Dagegen / Beides

Sicherheit beim Ringen und körperlichen Spiel:

  • Gefahrenquellen aus dem Spielbereich entfernt: Pflicht
  • Polster/Matten auf harten Flächen: □ Ja □ Nein □ Bevorzugt
  • Wissen um alte Verletzungen des Gegenübers:
  • Kein Schleudern oder Werfen: □ Vereinbart □ Erlaubt, wenn sicher
  • Kopf und Hals immer schützen: Pflicht
  • Gelenkhebel: □ Nicht erlaubt □ Nur sanft □ Erlaubt
  • Würgen/Atemkontrolle: □ Nicht erlaubt □ Nur leicht □ Ausgehandelt

Stoppmechanismen:
Safeword fürs körperliche Spiel:
Nonverbales Signal (falls Sprechen nicht möglich ist): [dreimal klopfen, Gegenstand fallen lassen, bestimmtes Handzeichen]
„Freeze“-Wort zum Pausieren und für einen Check-in:

Wenn das Safeword fällt:

  1. Sofort alle Aktivitäten stoppen
  2. Mit Worten beim Gegenüber nachfragen
  3. Trost und Fürsorge geben
  4. Mögliche Verletzungen prüfen
  5. Über das Geschehene sprechen
  6. Nur weitermachen, wenn beide zustimmen

Jagdszenarien und Planung der Session

Primal-Sessions strukturieren:

Jagdszenarien:

Szenario 1: Jagd drinnen

  • Ort: [Wohnung/Haus, bestimmte Räume]
  • Grenzen: [wohin die Beute laufen und wo sie sich verstecken darf]
  • Startsignal:
  • Vorsprung: Minuten
  • Licht: An / Gedimmt / Aus
  • Ende: [Fang, Zeitlimit, Safeword]

Szenario 2: Jagd draußen

  • Ort: [Garten, Wald oder Park; muss privat sein]
  • Grenzen:
  • Sicherheitsaspekte: [Wetter, Gelände, Privatsphäre]
  • Tageszeit: [Tageslicht, Dämmerung, Nacht]
  • Ausrüstung: [Taschenlampe, Handy usw.]
  • Ende:

Szenario 3: Widerstand/Ringen

  • Ort: [Schlafzimmer, gepolsterter Bereich]
  • Ausgangsposition: [stehend, am Boden usw.]
  • Ziel: [10 Sekunden festhalten, Orgasmus erzwingen usw.]
  • Intensität: Leicht / Mittel / Intensiv
  • Zeitlimit: Minuten
  • Ende:

Nach dem Fang:
Was passiert, wenn die Beute gefangen ist:

  • Jäger*in nimmt die Beute sexuell in Besitz
  • Jäger*in markiert die Beute (Bisse, Kratzer)
  • Die Beute ergibt sich
  • Die Beute wehrt sich weiter
  • Breeding-Rollenspiel
  • Erzwungene Lust
  • Sanfte Aftercare beginnt
  • Sonstiges:

Widerstand der Beute:

  • Die Beute wehrt sich immer heftig
  • Die Beute wehrt sich und ergibt sich nach dem Fang
  • Die Beute ergibt sich sofort, wenn sie gefangen ist
  • Je nach Session unterschiedlich
  • Sonstiges:

Laute:
Erlaubte Geräusche beim Primal Play:

  • Knurren, Fauchen, Zischen
  • Stöhnen, Wimmern, Aufschreien
  • Tierlaute (Heulen, Brüllen usw.)
  • Verbales Necken oder Befehle
  • Urschrei (wenn der Ort es zulässt)
  • Sonstiges:

Dauer der Session:
Typische Dauer: bis Minuten
Höchstdauer bis zum nächsten Pflicht-Check-in: Minuten

Aftercare-Bedürfnisse Verpflichtend

Aftercare-Bedürfnisse von Partner*in 1

Aftercare-Bedürfnisse von Partner*in 2

Zeit und Verbindlichkeit

Kreuzt die Dynamik an, auf die ihr euch einigt.

  • 24/7-Dynamik: Der Machtaustausch gehört zum Alltag, nicht nur zu Sessions, und zwar innerhalb der Grenzen und Protokolle, die ihr vereinbart.
  • Nur im Schlafzimmer: Die Dynamik gilt nur in intimen oder sexuellen Situationen. Außerhalb davon begegnet ihr euch auf Augenhöhe.
  • Geplante Sessions: Ihr plant Sessions im Voraus, mit festem Zeitpunkt, festem Ort und einem Vorgespräch.
  • Locker / nach Lust und Laune: Sessions finden statt, wenn ihr beide Lust darauf habt, ohne festen Zeitplan. Jede Session wird trotzdem vorher abgesprochen.
  • Fernbeziehung: Ihr lebt getrennt und pflegt die Dynamik über Nachrichten, Anrufe, Videocalls und geplante Besuche.

Verpflichtende Sicherheitsregeln Nicht verhandelbar

  • Regelmäßige Kommunikation: Die Partner*innen sprechen regelmäßig über Wohlbefinden, Grenzen und Wünsche.
  • Respekt vor Safewords: Safewords werden sofort und ohne Nachfrage beachtet.
  • Aftercare: Nach jeder Session gibt es passende Aftercare.
  • Respekt vor Grenzen: Alle genannten Limits und Grenzen werden respektiert.
  • Fortlaufendes Einvernehmen: Einvernehmen gilt fortlaufend und kann jederzeit zurückgezogen werden.
  • Keine Aktivitäten unter Einfluss: Keine Sessions unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol.
  • Vorgehen im Notfall: Beide kennen die Notfallkontakte und das Vorgehen im Notfall.

Unterschriften

Mit ihrer Unterschrift bestätigen beide Beteiligten, dass sie diese Vereinbarung gelesen und verstanden haben und mit allen Punkten einverstanden sind.

Partner*in 1:

Datum

Partner*in 2:

Datum

Wichtige Hinweise

  • Diese Vereinbarung kann jederzeit in gegenseitigem Einvernehmen geändert werden.
  • Überprüft sie regelmäßig, zum Beispiel alle 3 bis 6 Monate.
  • Einvernehmen kann jederzeit zurückgezogen werden.
  • Kommunikation ist der Schlüssel zu einer gesunden Beziehung.
  • Stellt Sicherheit, Einvernehmen und gegenseitigen Respekt immer an erste Stelle.

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