Was ist das?
Der Zylinder schließt an der Peniswurzel mit einer weichen Manschette oder Gleitmittel ab. Eine Pumpe, oft mit Manometer und Schnellablassventil, saugt die Luft schrittweise ab. Manche genießen das enge, volle Gefühl und die vorübergehende Vergrößerung, andere nutzen die Pumpe zusammen mit einem Penisring, um eine Erektion zu halten. Die Wirkung des Pumpens ist immer vorübergehend.
Eine Penispumpe, auch Vakuumpumpe genannt, besteht aus einem durchsichtigen Zylinder, der über den Penis gestülpt wird, und einer Hand- oder Elektropumpe. Wird Luft aus dem Zylinder gepumpt, strömt Blut in den Penis. Er schwillt an, wird empfindlicher und meist entsteht eine Erektion. Medizinische Modelle werden bei Erektionsstörungen eingesetzt, andere für Empfindung und Spiel. Druck- und Zeitgrenzen sind dabei das Wichtigste.
Was dazugehört
- Der Penis wird in den Zylinder mit Gleitmittel eingeführt, der dann gegen den Körper gedrückt wird, bis er dicht abschließt.
- Die Luft wird langsam abgepumpt, bis ein angenehmes Gefühl der Fülle entsteht, und kurz gehalten.
- Über das Ventil wird der Unterdruck abgelassen und der Zylinder vorsichtig abgenommen.
- Manche schieben vor dem Ablassen einen Penisring an die Peniswurzel, um die Erektion für begrenzte Zeit zu halten.
So fängst du an
Wähle eine Pumpe mit Manometer und Schnellablassventil und einen Zylinder, der passt, ohne zu klemmen.
Kürze die Haare an der Peniswurzel und gib Gleitmittel auf Wasserbasis an die Öffnung, damit sie besser abdichtet.
Pumpe langsam und halte die ersten Anwendungen bei niedrigem Druck auf wenige Minuten.
Lass den Unterdruck sofort ab, wenn du Schmerzen, Kribbeln oder Taubheit spürst.
Weiterentwickeln
- Verlängere die Pumpzeit schrittweise und in kleinen Schritten und halte die Anwendungen kurz, mit Pausen dazwischen.
- Lerne am Manometer, welcher Druckbereich sich gut anfühlt, und bleib deutlich unter allem, was unangenehm wird.
- Bezieht die Pumpe ins gemeinsame Spiel ein, wobei die tragende Person jederzeit selbst das Ventil öffnen darf.
- Wenn du einen Penisring nutzt, halte dich an die Zeitangabe der Herstellenden, die bei medizinischen Geräten meist bei höchstens 30 Minuten liegt.
Sicherheit
- Mehr Druck ist nicht besser: Zu starker Unterdruck kann kleine Blutgefäße platzen lassen, Blutergüsse oder Wasserblasen verursachen.
- Halte jede Anwendung kurz und schlaf nie mit Pumpe oder Penisring ein.
- Zieh die Hoden nicht mit in den Zylinder, außer das Gerät ist ausdrücklich dafür gebaut.
- Prüf danach die Haut und mach mehrere Tage Pause, wenn du rote Pünktchen, Blutergüsse oder Schwellungen siehst.
Einvernehmen
- Die tragende Person muss den Unterdruck immer selbst ablassen können, auch wenn ihr Gegenüber die Pumpe bedient.
- Legt Zeit- und Druckgrenzen vorher fest, statt sie im Eifer des Moments zu entscheiden.
- Macht keinen Druck, eine Pumpe für Größe oder Leistung zu nutzen, wenn sich die Person mit ihrem Körper unsicher fühlt.
- Fragt oft nach, denn unter Unterdruck kann sich das Gefühl schnell verändern.
Warnhinweise
- Wer eine Blutgerinnungsstörung oder Sichelzellkrankheit hat oder Blutverdünner nimmt, sollte eine Pumpe nur nach ärztlicher Rücksprache verwenden.
- Hol dir ärztliche Hilfe bei einer Erektion, die länger als vier Stunden anhält, bei starken Schmerzen oder dunkler Verfärbung.
- Wiederholte Überbeanspruchung kann zu Blutergüssen, Hautschäden oder anhaltenden Beschwerden führen.
- Erektionsstörungen können ein frühes Zeichen für Herz- oder Gefäßprobleme sein, deshalb lohnt sich ein Gespräch mit Ärzt*innen.
Gut zu wissen
- Medizinische Vakuumerektionshilfen werden bei erektiler Dysfunktion verschrieben und haben meist einen Druckbegrenzer.
- Jede Vergrößerung durch Pumpen ist vorübergehend, und für Produkte, die eine dauerhafte Vergrößerung versprechen, gibt es keine guten Belege.
- Reinige Zylinder und Manschette nach der Benutzung mit warmem Wasser und milder Seife und lass sie vollständig trocknen.
- Ersetze abgenutzte Manschetten, gerissene Zylinder oder Ventile, die nicht mehr leicht öffnen.