Bevor ihr anfangt: Sprecht alles in Ruhe und nüchtern durch, vereinbart ein Safeword und ein nonverbales Zeichen und legt Sicherheitsschere, Wasser und Handy in Reichweite.
Was ihr braucht
- Ein körperverträglicher Vibrator mit App-Steuerung von einem seriösen Hersteller, voll aufgeladen In der Bibliothek
- Eine App, die ihr beide vorher installiert und getestet habt In der Bibliothek
- Ein Gleitmittel auf Wasserbasis, das mit Silikon-Toys verträglich ist In der Bibliothek
- Ein vereinbarter Ablauf für Check-ins per Stimme oder Nachricht In der Bibliothek
- Ein ungestörter Raum, Kopfhörer und eine stabile Internetverbindung auf beiden Seiten
- Ein Handyständer oder Laptop, wenn ihr einen Videoanruf plant
- Milde Seife oder Toy-Reiniger für danach
Vorbereitung
Macht in den Tagen davor einen kurzen Testlauf, damit ihr wisst, wie ihr euch verbindet, wie stark sich jede Stufe anfühlt und wie schnell Befehle ankommen.
Ladet das Toy und beide Handys auf und legt ein Ladekabel bereit.
Schaut euch die Datenschutzeinstellungen der App an und schaltet alles aus, was ihr nicht braucht, etwa Aufnahmen in der Cloud oder die Weitergabe an Dritte.
Vereinbart eine Uhrzeit und stellt sicher, dass euch weder Mitbewohner*innen noch Familie oder Arbeit stören.
Die Person, die das Toy trägt, richtet sich einen bequemen, ungestörten Platz mit Wasser und Handtuch ein.
Schaltet für die Dauer des Abends die Benachrichtigungen anderer Apps stumm.
Das sprecht ihr vorher ab
- Welche Stufen und Muster sind willkommen, und was ist die maximale Intensität?
- Wie lange darf das Toy ohne Pause laufen, und wie lange dauert der ganze Abend?
- Nutzt ihr Stimme, Video oder Text, und ist die Kamera an, aus oder jederzeit die Entscheidung der Person mit dem Toy?
- Sind Screenshots und Aufnahmen komplett tabu? Legt fest, dass sie es sind, solange ihr nicht beide etwas anderes sagt.
- Was ist das Safeword? Nehmt dasselbe Wort beim Sprechen und Schreiben, zum Beispiel Rot, dazu eine kurze Nachricht wie STOPP.
- Was passiert, wenn die Verbindung abbricht: Bleibt das Toy aus, bis ihr wieder verbunden seid und euch abgestimmt habt?
- Gibt es eine verspielte Dynamik, etwa um Erlaubnis bitten oder kleinen Anweisungen folgen, und was ist dabei tabu?
- Wie beendet ihr den Abend gemeinsam, auch wenn eine*r von euch müde ist?
Sicherheitschecks
- Verwendet nur Toys, die für die geplante Trageweise gemacht sind, und für anale Nutzung nur Toys mit breitem Fuß.
- Haltet euch an die Tragedauer des Herstellers und nehmt das Toy heraus, wenn sich die Haut wund, heiß oder taub anfühlt.
- Die Person mit dem Toy kann es jederzeit ausschalten oder herausnehmen, ohne zu fragen; das gehört zur Absprache und ist kein Bruch.
- Spielt nie, während eine*r von euch Auto fährt, kocht oder an einem Ort ist, wo man gesehen oder gehört werden könnte.
- Macht an vereinbarten Punkten einen Check-in, zum Beispiel alle zehn Minuten, und wertet eine ausbleibende Antwort als Pause.
- Schützt eure Konten mit starken Passwörtern und widerruft geteilte Steuerungslinks nach der Session.
- Reinigt das Toy nach Gebrauch so, wie der Hersteller es empfiehlt, und lasst es vollständig trocknen, bevor ihr es wegräumt.
Die Szene Schritt für Schritt
Der Ablauf ist für Erwachsene
Er beschreibt sexuelle Handlungen und BDSM-Praktiken im Detail. Du siehst ihn erst, wenn du bestätigst, dass du mindestens 18 bist. Der Plan oben enthält alles, was du brauchst, um zu entscheiden, ob diese Szene zu euch passt.
Aftercare
- Bleibt noch eine Weile verbunden, nachdem das Toy aus ist, und sei es nur per Stimme.
- Trinkt beide etwas Wasser und macht es euch bequem, mit einer Decke oder einem warmen Getränk.
- Sprecht darüber, was Spaß gemacht hat, was zu viel war und was ihr beim nächsten Mal ändern würdet.
- Schreibt euch am nächsten Morgen kurz, denn auf Distanz merkt man schwerer, wenn es jemandem danach nicht gut geht.
Varianten
- Sanfter: nur per Stimme, niedrige Stufen und kurze Impulse, mit einem Check-in nach jeder Änderung.
- Erst im selben Raum: Probiert den ganzen Abend einmal nebeneinander aus, bevor ihr auf Distanz spielt.
- Mit Spielidee: Die steuernde Person wählt Muster je nach Antworten auf Fragen oder kleinen Mutproben.
- Intensiver: Regeln aus Tease and Denial, etwa eine Erlaubnis vor dem Höhepunkt, sobald ihr eure Signale gut kennt.
- Rollentausch: An einem anderen Abend trägt die andere Person ein Toy und gibt die Kontrolle ab.
Aufklärende Inhalte. Keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung.