Bevor ihr anfangt: Sprecht alles in Ruhe und nüchtern durch, vereinbart ein Safeword und ein nonverbales Zeichen und legt Sicherheitsschere, Wasser und Handy in Reichweite.
Was ihr braucht
- Rollenspiel: Büro und Chef*in. Der Bibliothekseintrag erklärt die Grundlagen In der Bibliothek
- Tipps für leichte Rollenspiele und die ersten Sessions In der Bibliothek
- Ein Tisch oder Schreibtisch, ein Stuhl und eine Lampe für die Feierabendstimmung
- Einfache Kostümteile wie ein Blazer, eine Krawatte, eine Brille oder ein Schlüsselband
- Requisiten wie ein Notizblock, eine Mappe mit leeren Blättern, ein Stift und eine Tasse Kaffee
- Zwei erfundene Namen, Jobtitel und eine Firma, die es nicht gibt
- Eine Karteikarte auf dem Tisch mit den Wörtern zum Aussteigen und euren Grenzen
- Lob oder spielerische Kritik, je nachdem, welchen Ton ihr wählt In der Bibliothek
Vorbereitung
Wählt gemeinsam die Ausgangslage: ein spätes Mitarbeitergespräch, ein Vorstellungsgespräch, ein überfälliger Bericht oder eine schwierige Kundschaft.
Erfindet die Figuren, die Firma und ein, zwei Details, damit nichts auf einen echten Job verweist.
Richtet den Raum her: Tisch freiräumen, das Hauptlicht dimmen, Requisiten bereitlegen.
Schreibt einen kurzen Ablauf: wie die Szene beginnt, zwei oder drei Momente in der Mitte und wie sie endet.
Haltet Dienstlaptops, Diensthandys und Arbeitskonten komplett aus dem Raum heraus.
Das sprecht ihr vorher ab
- Wer spielt welche Rolle, und möchtet ihr beim nächsten Mal tauschen?
- Welchen Ton wünscht ihr euch: flirtend, streng, komisch oder eine Mischung?
- Mit welchen Wörtern steigt ihr aus der Rolle aus? Zum Beispiel „Pause“ für eine kurze Unterbrechung und Rot zum Beenden. Sagt sie einmal zur Probe.
- Welche Wörter, Beleidigungen oder Drohungen sind tabu, etwa alles über echten Jobverlust, Geld, Aussehen oder echte Kolleg*innen?
- Bleibt die Szene verbal und flirtend, oder darf sie zu Küssen, Berührungen oder Sex werden, wenn ihr beide das im Moment wollt? Klärt, wie ihr fragt.
- Gibt es echte Erfahrungen mit Belästigung am Arbeitsplatz oder Jobstress, die dieses Setting berühren könnte?
- Wie macht ihr Check-ins, ohne die Stimmung zu zerstören, zum Beispiel zweimal auf den Tisch klopfen und mit einem Nicken antworten?
Sicherheitschecks
- Spielt nie an einem echten Arbeitsplatz und nutzt keine echten Namen. Nachrichten und Fotos gehören nicht auf Dienstgeräte oder Arbeitskonten.
- Stellt sicher, dass ihr eure Rollen wirklich wollt und nicht nur mitmacht, um dem Gegenüber einen Gefallen zu tun.
- Wenn die Kritik der Chef-Figur nach echter Kritik klingt, steigt aus und setzt neu an.
- Lasst die Karte mit den Wörtern zum Aussteigen die ganze Zeit sichtbar liegen.
- Wenn eine*r von euch wirklich aufgewühlt wirkt, hört sofort auf und kommt als ihr selbst wieder zusammen.
Die Szene Schritt für Schritt
Der Ablauf ist für Erwachsene
Er beschreibt sexuelle Handlungen und BDSM-Praktiken im Detail. Du siehst ihn erst, wenn du bestätigst, dass du mindestens 18 bist. Der Plan oben enthält alles, was du brauchst, um zu entscheiden, ob diese Szene zu euch passt.
Aftercare
- Beendet die Szene mit einem klaren Moment außerhalb der Rolle: Blazer oder Brille ab, eure echten Namen.
- Sagt einander eine Sache, die ihr an der Figur des Gegenübers mochtet, und eine Sache über die Person selbst.
- Trinkt oder esst etwas zusammen auf dem Sofa statt am „Schreibtisch“, um zu zeigen, dass ihr wieder auf Augenhöhe seid.
- Sprecht kurz darüber, was ihr behalten wollt, was nicht, und ob ihr beim nächsten Mal tauscht.
Varianten
- Sanfter: ein fünfminütiges Vorstellungsgespräch ohne Körperkontakt, nur um das In-der-Rolle-Bleiben zu üben.
- Tauscht die Rollen, damit die Person, die sonst folgt, einmal Chef*in sein darf.
- Bringt Struktur hinein mit schriftlichen „Büroregeln“ und spielerischen Konsequenzen wie Nachsitzen oder Sätze schreiben.
- Verbindet die Szene mit leichter Disziplin oder Fesselung, die ihr schon abgesprochen und anderswo ausprobiert habt.
Aufklärende Inhalte. Keine medizinische, rechtliche oder psychologische Beratung.