Das Wichtigste
- Die Zustimmung zu Beginn deckt nicht die ganze Session ab
- Frag während der Aktivität regelmäßig nach (Check-in)
- Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden
- Achte auf nonverbale Anzeichen von Überforderung oder Not
- Nötig ist begeisterte Zustimmung, nicht bloß das Fehlen eines Neins
Im Detail
- Frag mündlich nach: „Farbe?“ (Ampelsystem)
- Achte auf die Körpersprache: Anspannen, Zurückweichen, Verstummen, veränderte Atmung
- Zustimmung zu einer Aktivität bedeutet keine Zustimmung zu ähnlichen Aktivitäten
- Frühere Zustimmung bedeutet keine Zustimmung für die Zukunft
- Sprich dich ab, bevor du die Aktivität oder die Intensität änderst
- Im Zweifel: stoppen und nachfragen
- Zustimmung muss freiwillig, begeistert, informiert, konkret und widerrufbar sein
- Alles, was weniger ist als ein begeistertes Ja, gilt als Nein
Warnhinweise
- Ohne fortlaufende Zustimmung weiterzumachen ist eine Verletzung des Einvernehmens und kann ein strafbarer Übergriff sein
- Menschen können erstarren oder verstummen, wenn sie überwältigt sind
- Schweigen ist keine Zustimmung
- Subspace kann das Urteilsvermögen beeinträchtigen, frag deshalb häufiger nach
- Doms tragen die Verantwortung, die Zustimmung im Blick zu behalten
Weiterführendes und nächste Schritte
- Lerne, Körpersprache zu lesen
- Übe Check-ins bei ganz alltäglichen Aktivitäten ohne Kink
- Mach Check-ins zur festen Gewohnheit
- Sprich darüber, woran man bei jeder beteiligten Person erkennt, dass sie ihre Zustimmung zurückzieht