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Sicherheitsratgeber

Kink mit Asthma, Diabetes, Epilepsie oder Herzerkrankung

Chronische Erkrankungen schließen Kink selten aus, verändern aber den Plan. Sprich über die Erkrankung, ihre Warnzeichen und was dann zu tun ist.

Das Wichtigste

  • Erzähl deinem Gegenüber von der Erkrankung, ihren Warnzeichen und deinem Notfallplan
  • Inhalator, Traubenzucker und andere Medikamente bleiben in Reichweite, nie weggeschlossen
  • Bei einem Krampfanfall wird niemand festgehalten
  • Mit Herzschrittmacher oder implantiertem Defibrillator ist Elektrostimulation tabu

Im Detail

  • Asthma: Anstrengung, kalte Luft, Rauch und starke Düfte können Beschwerden auslösen. Verzichte auf Breath Play, enge Bondage um den Brustkorb und Knebel. Das Notfallspray bleibt in Armlänge
  • Diabetes: Eine Unterzuckerung kann wie Subspace oder Betrunkenheit aussehen: Zittern, Schwitzen, Blässe, Verwirrtheit, Gereiztheit. Im Zweifel abbrechen und messen. Gib schnellen Zucker, wenn die Person sicher schlucken kann
  • Epilepsie: Schlafmangel, Alkohol und bei manchen Menschen Stroboskoplicht können Anfälle auslösen
  • Während eines Anfalls: Fesseln lösen, wenn das schnell geht, die Person aber nie festhalten. Knebel entfernen, nichts in den Mund stecken, den Kopf polstern und auf die Uhr schauen. Danach in die stabile Seitenlage bringen
  • Herzerkrankungen: Starke Anstrengung, Breath Play, extreme Temperaturen und intensive Angstspiele belasten das Herz. Vereinbart eine geringere Intensität und häufige Check-ins
  • Mit Herzschrittmacher oder implantiertem Defibrillator (ICD) gilt: keine Elektro-Toys, auch kein TENS-Gerät und kein Violet Wand. Für alle gilt: Strom darf nie quer durch den Brustkorb fließen

Warnhinweise

  • Notruf 112 bei einem Anfall über fünf Minuten, bei mehreren Anfällen hintereinander, beim ersten Anfall überhaupt oder bei einer Verletzung
  • Brustschmerz, Schmerz, der in Arm oder Kiefer ausstrahlt, oder plötzliche Atemnot heißt: sofort aufhören und Hilfe rufen
  • Ist ein Mensch mit Diabetes bewusstlos, ist das ein Notfall: Gib nichts zu essen oder zu trinken in den Mund
  • Suspension und Positionen mit dem Kopf nach unten sind bei schlecht eingestellter Epilepsie oder Herzerkrankung nicht ratsam

Weiterführendes und nächste Schritte

  • Deine behandelnde Praxis oder die Diabetesberatung: Beschreib die körperlichen Anforderungen, nicht jedes Detail
  • Patientenorganisationen für Asthma, Diabetes, Epilepsie und Herzerkrankungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz, etwa die Deutsche Herzstiftung
  • Ein Erste-Hilfe-Kurs, der Krampfanfälle und Unterzuckerung behandelt
  • Notruf 112 (in der ganzen EU und in der Schweiz; in Österreich und der Schweiz erreichst du den Rettungsdienst auch unter 144)

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