Das Wichtigste
- Frag deine Hebamme oder deine gynäkologische Praxis, ob etwas gegen Sex oder Anstrengung spricht
- Ab etwa der Mitte der Schwangerschaft nicht lange flach auf dem Rücken liegen
- Keine Schläge, kein Druck und keine enge Fesselung am Bauch
- Überhitzung und Elektrostimulation vermeiden
- Blutungen, Flüssigkeitsabgang, starke Krämpfe oder weniger Kindsbewegungen gehören ärztlich abgeklärt
Im Detail
- Rückenlage: Ab etwa der 20. Woche kann die Gebärmutter auf eine große Vene drücken und Schwindel oder Ohnmacht auslösen. Nutzt Seitenlagen, am besten links, oder lagert den Oberkörper hoch
- Bauch: keine Schläge, kein Knien oder Sitzen darauf, keine Seile oder Gurte quer darüber. Spanking auf Po oder Oberschenkel ist etwas anderes; frag im Zweifel deine Hebamme
- Wärme: Whirlpool, Sauna, Latex, Masken und sehr warme Räume meiden, vor allem in der frühen Schwangerschaft
- Elektrostimulation: Zu Spielgeräten in der Schwangerschaft gibt es kaum Forschung, also lasst sie weg
- Gelenke und Gleichgewicht: Hormone lockern die Bänder, und der Schwerpunkt verschiebt sich. Verzichtet auf Stresspositionen, Bondage im Stehen und alles, was einen Sturz riskiert
- Kreislauf: Ohnmacht kommt leichter vor. Fragt oft nach und helft beim langsamen Aufsetzen
- Atmung: keine Knebel, kein Breath Play, kein Druck auf den Brustkorb; der Sauerstoffbedarf steigt in der Schwangerschaft
- Niemals während der Schwangerschaft Luft in die Vagina blasen. Das kann eine Luftembolie auslösen, die selten, aber lebensgefährlich ist
Warnhinweise
- Hör auf und melde dich bei deiner Hebamme oder Praxis bei Blutungen, Flüssigkeitsabgang, Krämpfen oder Schmerzen
- Bei manchen Komplikationen, etwa einer tief liegenden Plazenta, wird von Penetration oder Orgasmus abgeraten; frag nach
- Gefühle zum eigenen Körper und zum Machtgefälle können sich verändern; verhandelt laufend neu
- Gewalt in der Partnerschaft kann in der Schwangerschaft beginnen oder zunehmen; Unterstützung findest du über die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“
Weiterführendes und nächste Schritte
- Deine Hebamme oder deine gynäkologische Praxis
- Schwangerschafts- und Sexualberatungsstellen, etwa pro familia in Deutschland oder die Fachstellen für sexuelle Gesundheit in der Schweiz
- Die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“
- Notruf 112 (in der ganzen EU und in der Schweiz; in Österreich und der Schweiz erreichst du den Rettungsdienst auch unter 144)