Das Wichtigste
- Nonverbale Sicherheitssignale müssen vorher feststehen
- Lass eine geknebelte Person niemals allein
- Stell sicher, dass die Atmung frei ist
- Achte auf Erstickungsgefahren
- Halte Möglichkeiten zum schnellen Lösen bereit
Im Detail
- Nonverbale Signale: Gegenstand fallen lassen, Fingerschnipsen, Handzeichen, Summmuster
- Atmung: Die Nase muss frei sein, der Knebel darf die Atemwege nicht blockieren, die Person muss bequem atmen können
- Beobachtung: ständig hinsehen, die Hautfarbe prüfen, auf die Atmung hören, auf Anzeichen von Not achten
- Knebelarten: Ballknebel (die Größe ist entscheidend), Trensenknebel (weniger einschränkend), Ringknebel (Mund zugänglich, aber einschränkend)
- Risiken: Verschlucken an Speichel, Gefahr durch Erbrechen, Belastung des Kiefers, Zahnschäden, Panik
- Dauer: kurz beginnen, langsam steigern, Pausen machen, darauf achten, wie es dem Kiefer geht
- Medizinisches: Bei Kiefergelenksproblemen (CMD) sind Knebel ungeeignet, Zahnersatz und Zahnbehandlungen können beschädigt werden
Warnhinweise
- Erstickungsgefahr, wenn sich die Person übergibt
- Ein Safeword kann nicht ausgesprochen werden
- Mit Knebel kann Panik schnell eskalieren
- Längeres Tragen kann den Kiefer schädigen
- Gefahr, angesammelten Speichel einzuatmen (Aspiration)
- Knebel niemals jemanden, der unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht
Weiterführendes und nächste Schritte
- Übe nonverbale Signale ausgiebig
- Beginne mit weniger einschränkenden Knebeln
- Halte eine Sicherheitsschere griffbereit
- Lerne den Heimlich-Handgriff (Oberbauchkompression)
- Lass die Person ihre Signale üben, bevor der Knebel angelegt wird