Das Wichtigste
- Nein ist eine vollständige Antwort
- Du kannst jederzeit Nein sagen, auch mitten in einer Session
- Auch Doms und Tops dürfen Nein sagen
- Schuldgefühle heißen nicht, dass du falschliegst
- Ein Ja zählt nur, wenn auch ein Nein möglich war
Im Detail
- Einfache Sätze helfen: „Das ist nichts für mich.“ „Heute nicht.“ „Dafür bin ich noch nicht bereit.“ „Ich möchte aufhören.“
- Wenn du magst, kannst du eine Alternative anbieten: „Das nicht, aber das hier würde ich gern ausprobieren.“ Du musst aber nicht
- „Vielleicht später“ und „Nein“ sind zwei verschiedene Dinge. Sag klar, was du meinst, damit dein Gegenüber nicht immer wieder fragt
- Schuldgefühle entstehen oft aus dem Wunsch, zu gefallen, oder aus der Angst, jemanden zu enttäuschen. Nimm sie wahr und lass sie vorbeiziehen, ohne deine Antwort zu ändern
- Ein gutes Gegenüber ist dankbar für ein ehrliches Nein, denn dann kann es deinem Ja vertrauen
- Üb das Neinsagen in kleinen Alltagsmomenten, dann fühlt es sich auch in intimen Situationen natürlicher an
- Hast du Ja gesagt und es dir anders überlegt, kannst du trotzdem Nein sagen. Eine frühere Zustimmung bindet dich nicht
Warnhinweise
- Schmollen, ständiges Nachfragen, Schuldzuweisungen oder Drohungen nach einem Nein sind Druck, und Druck ist keine Zustimmung
- Wer dein Nein regelmäßig übergeht, zeigt ein ernstes Warnsignal
- Wenn du dich nicht sicher fühlst, Nein zu sagen, hol dir Unterstützung
Weiterführendes und nächste Schritte
- Unser Ratgeber zu Warnsignalen bei unsicheren Partner*innen
- Unser Ratgeber zu fortlaufender Zustimmung
- Die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“
- Eine Beratungsstelle oder Therapie, wenn dir Neinsagen sehr schwerfällt