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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in hat Erektionsprobleme und schämt sich dafür

Intimität

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in hat in letzter Zeit Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen oder zu halten, und du merkst, wie sehr das belastet. Vielleicht weicht dein Gegenüber Sex inzwischen aus, entschuldigt sich ständig, ist gereizt oder wird still. Vielleicht fragst du dich, ob es an dir liegt, und gleichzeitig willst du unterstützen, ohne es schlimmer zu machen.

Erektionsprobleme kommen in jedem Alter häufig vor und haben selten etwas mit Anziehung zu tun. Stress, Müdigkeit, Angst, Alkohol, Medikamente und Erkrankungen können eine Rolle spielen. Die Scham deines Gegenübers ist verständlich, und wie du reagierst, kann wirklich etwas bewirken.

Was du sagen kannst

Ich merke, dass dich das, was im Bett gerade passiert, ziemlich runterzieht, und ich möchte, dass du weißt: Es ändert nichts an meinen Gefühlen für dich. Ich bin nicht sauer auf dich, und es muss nichts auf eine bestimmte Art laufen. Ich vermisse einfach die Nähe zu dir.

Können wir darüber reden? Ich würde gern wissen, wie es dir geht und ob es etwas gibt, das dir Druck nehmen würde. Wir können gemeinsam herausfinden, wie Intimität für uns gerade aussehen kann.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Nehmt den Leistungsdruck raus. Wenn Sex zur Prüfung wird, macht Angst die Schwierigkeiten meist schlimmer. Wenn ihr euch auf intime Zeit einigt, in der eine Erektion nicht das Ziel ist, mit Berührungen, Oralsex, Toys oder einfach Nähe, hilft das oft euch beiden, euch zu entspannen.

Ermutige dein Gegenüber behutsam zu einem Arztbesuch. Erektionsprobleme können manchmal ein frühes Anzeichen für körperliche Erkrankungen sein, etwa für Herz-Kreislauf-Probleme oder Diabetes, und sie können auch eine Nebenwirkung von Medikamenten sein. Eine hausärztliche oder urologische Praxis kann nach Ursachen suchen und Behandlungsmöglichkeiten besprechen. Eine Sexualtherapie kann helfen, wenn Sorgen und Stress eine große Rolle spielen.

Unsere Gesprächsstarter helfen euch, breiter über Intimität zu sprechen, über dieses eine Thema hinaus. Wenn ihr den Blick darauf lenkt, was euch beiden gefällt und wodurch ihr euch nah fühlt, schwindet das Gefühl, dass alles davon abhängt, dass eine Sache funktioniert.

Sicherheit zuerst

Die Scham deines Gegenübers ist nicht deine Schuld, und es ist nicht in Ordnung, wenn dein*e Partner*in dir die Schuld gibt, dir Fremdgehen vorwirft, kontrollierend wird oder den Frust an dir auslässt. Umgekehrt können Druck, sich „mehr anzustrengen“, oder Witze darüber das Problem verstärken.

Medikamente gegen Erektionsprobleme sollten nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen und nur aus der Apotheke bezogen werden, denn Tabletten von unseriösen Onlinehändlern können unbekannte Inhaltsstoffe enthalten. Wenn dein Gegenüber über längere Zeit niedergeschlagen oder hoffnungslos wirkt, ermutige dazu, sich Unterstützung zu holen. Auch die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ sind da, wenn euch alles über den Kopf wächst.

Tipps

Sucht euch für das Gespräch einen ruhigen Moment außerhalb des Schlafzimmers, nicht direkt nach einem schwierigen Versuch. Nebeneinander spazieren gehen oder zusammen kochen kann es leichter machen.

Beruhige nicht nur mit Worten, sondern auch mit Taten. Berührungen ohne Erwartungen, gemeinsames Lachen und Zärtlichkeit zeigen deinem Gegenüber, dass eure Beziehung viel mehr ist als Sex.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Regelmäßige Gespräche ohne Druck machen es viel leichter, schwierige Themen anzusprechen, wenn es darauf ankommt.

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Schlagwörter

  • #Erektionsprobleme
  • #sexuelle Gesundheit
  • #Scham
  • #Intimität
  • #Unterstützung

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