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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in hat Panikattacken, und ich weiß nicht, wie ich helfen kann

Kommunikation

Du bist nicht allein

Während einer Panikattacke bekommt dein*e Partner*in vielleicht kaum Luft, weint, zittert oder sagt, es fühle sich an wie Sterben. Du versuchst zu helfen, aber nichts scheint zu wirken, und du fühlst dich hilflos und hast selbst Angst.

Das mitzuerleben ist schwer, und helfen zu wollen, ist ein liebevoller Impuls. Du musst nicht alle Antworten haben. Herauszufinden, was dein*e Partner*in braucht und was du selbst brauchst, macht einen echten Unterschied.

Was du sagen kannst

Ich möchte für dich da sein, wenn du Panikattacken hast, aber ich weiß nicht immer, was hilft. Kannst du mir sagen, was du in diesen Momenten brauchst? Soll ich dich halten, dir Raum geben, mit dir zusammen atmen oder dich mit Worten hindurchbegleiten?

Ich würde auch gern wissen, was dir danach guttut, damit ich dich die ganze Zeit über unterstützen kann. Was wäre für dich am besten?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Panikattacken fühlen sich beängstigend an, gehen aber meist innerhalb von Minuten vorüber. Einfache Erdungstechniken können helfen, etwa gemeinsam langsam zu atmen, die 5-4-3-2-1-Methode (Dinge benennen, die man sieht, hört und spürt) oder etwas Kaltes in der Hand zu halten.

Die Bedienungsanleitung ist eine gute Möglichkeit für deine*n Partner*in, aufzuschreiben, was hilft und was nicht, damit du im Ernstfall nicht raten musst.

Ermutige deine*n Partner*in, sich ärztliche oder therapeutische Hilfe zu holen, falls das noch nicht passiert ist. Panikattacken sind sehr gut behandelbar, und Ansätze wie die kognitive Verhaltenstherapie sind wissenschaftlich gut belegt. Auch eine ärztliche Abklärung ist wichtig, weil sich manche Symptome mit körperlichen Erkrankungen überschneiden können.

Sicherheit zuerst

Wenn die Symptome ungewöhnlich oder heftig sind, etwa Brustschmerzen, Ohnmacht oder Atemnot, die nicht nachlässt, oder wenn es das erste Mal ist, wähle den Notruf 112 oder wende dich an eine Arztpraxis, um eine körperliche Ursache auszuschließen.

Wenn dein*e Partner*in über Selbstverletzung oder Suizid spricht, nimm das ernst und hol sofort Hilfe, über den Notruf 112 oder die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“. Und wenn dich die Unterstützung zermürbt oder die Not jemals in Drohungen oder Kontrolle umschlägt, kann dir eine Beratung oder Therapie helfen, auch gut für dich selbst zu sorgen.

Tipps

Bleib ruhig und sprich langsam. Vermeide „Beruhig dich“, weil sich Betroffene dadurch oft schlechter fühlen, und sag stattdessen lieber „Ich bin da, das geht vorbei“.

Lass danach Zeit zum Ausruhen, bevor ihr über das Geschehene sprecht.

Denk daran, dass du nicht die einzige Stütze sein kannst. Ermutige zu professioneller Hilfe und achte auf dein eigenes Wohlbefinden, denn einen geliebten Menschen zu unterstützen kostet Kraft.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Bedienungsanleitung zeigt deinen Partner*innen, wie du mit Konflikten, Trost und Nähe umgehst, bevor das nächste Missverständnis entsteht.

Deine Bedienungsanleitung erstellen

Schlagwörter

  • #Angst
  • #Panikattacken
  • #psychische Gesundheit
  • #Unterstützung
  • #Fürsorge

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