Was du sagen kannst
Ich möchte über etwas reden, das mich beschäftigt. Wenn Fotos von mir online gehen, ohne dass ich davon weiß, fühle ich mich unwohl, weil ich ein ziemlich privater Mensch bin und mitbestimmen möchte, was geteilt wird.
Ich weiß, dass du wahrscheinlich postest, weil du dich über uns freust, und das schätze ich. Können wir uns darauf einigen, dass du mich fragst, bevor du etwas postest, auf dem ich zu sehen bin?
Wie es weitergeht
Viele Menschen posten aus Stolz oder Begeisterung über ihre Partner*innen und merken vielleicht gar nicht, dass es dich stört. Ein klares, freundliches Gespräch ist meist der richtige Anfang.
Vor dem Teilen eines Fotos um Zustimmung zu bitten, ist in jeder Beziehung eine gute Gewohnheit. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr klare Erwartungen zum Posten und Markieren festlegen und dazu, welche Fotos in Ordnung sind.
Wenn jetzt Fotos online sind, die du nicht geteilt haben möchtest, bitte darum, sie zu löschen oder die Markierung zu entfernen. Bei den meisten Plattformen kannst du außerdem die Markierungseinstellungen so anpassen, dass du Beiträge prüfen kannst, bevor sie in deinem Profil erscheinen.
Wenn dein*e Partner*in weiter postet, obwohl du klar darum gebeten hast, es nicht zu tun, ist das eine Frage des Respekts. Du darfst dich fragen, ob deine Grenzen ernst genommen werden.
Sicherheit zuerst
In manchen Situationen ist Posten mehr als nur ärgerlich. Wenn du dich vor jemandem versteckst, Sicherheitsbedenken hast, weil dein Aufenthaltsort sichtbar werden könnte, oder dein Job oder deine familiäre Situation gefährdet ist, erkläre das deutlich und bitte darum, die Beiträge sofort zu entfernen.
Wenn dein*e Partner*in Fotos nutzt, um dich zu kontrollieren, etwa durch Posts, die dich überwachen oder Besitzansprüche zeigen sollen, durch die Drohung, private oder intime Bilder zu teilen, oder durch Posts als Strafe, ist das Gewalt. Intime Bilder ohne Zustimmung zu teilen, ist eine schwere Verletzung und kann strafbar sein.
Eine Beratung oder Therapie kann dir helfen, die nächsten Schritte zu planen, und die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, wähle den Notruf 112.
Tipps
Aktiviere in deinen Social-Media-Einstellungen die Überprüfung von Markierungen, damit Beiträge, in denen du markiert wirst, erst deine Freigabe brauchen.
Sag konkret, was in Ordnung ist. Vielleicht sind Gruppenfotos okay, Nahaufnahmen aber nicht, oder du möchtest keine Standortangaben.
Schlag eine schnelle Freigaberoutine vor, etwa eine kurze Nachricht vor dem Posten, damit es leicht umzusetzen ist.
Würdige die Absicht hinter den Posts, wenn du kannst. So lässt sich die Grenze leichter annehmen, ohne dass sie sich wie Ablehnung anfühlt.
Damit es nicht wieder passiert
Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.
Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.
Gemeinsam eine Vereinbarung schreibenSchlagwörter
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