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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in verheimlicht unsere Beziehung wegen Kink vor der Familie

Vertrauen

Du bist nicht allein

Ihr seid schon eine Weile zusammen, und du kennst die Familie deines Gegenübers immer noch nicht. Wenn du nachfragst, heißt es, die Familie würde das nie verstehen oder euer Kink könnte irgendwie herauskommen. Vielleicht habt ihr euch in der Szene kennengelernt, vielleicht zeigt sich eure Dynamik in kleinen Dingen. So oder so fühlst du dich wie ein Geheimnis.

Das tut weh, und es ist völlig verständlich, Teil vom Leben deines Gegenübers sein zu wollen. Gleichzeitig ist es normal und gesund, Kink privat zu halten. Die Frage ist, wie ihr diese Privatsphäre schützt, ohne einen ganzen Menschen zu verstecken.

Was du sagen kannst

Ich verstehe, dass deine Familie nichts von unserem Kink wissen soll, und ich finde auch, dass das privat ist. Aber mir fällt auf, dass ich in deinem Familienleben überhaupt nicht vorkomme, und ich fühle mich dadurch wie ein Geheimnis.

Können wir darüber reden, wovor du Angst hast? Ich würde gern einen Weg finden, bei dem unser Kink unter uns bleibt und ich trotzdem Teil deines Lebens sein kann.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Es hilft, zwei Dinge zu trennen: euren Kink und eure Beziehung. Kaum eine Familie muss irgendetwas über das Sexleben anderer wissen, und viele Menschen mit Kinks werden einfach als „mein Partner“ oder „meine Partnerin“ vorgestellt. Frag nach, wovor genau dein*e Partner*in Angst hat. Sind es Fragen, die sich nicht beantworten lassen, religiöse oder kulturelle Vorbehalte oder etwas Ernsteres?

Sucht dann nach einem Mittelweg. Ihr könntet euch einigen, was ihr beide erzählt, wie ihr euch kennengelernt habt, welche sichtbaren Teile eurer Dynamik zu Hause bleiben und was ein erster kleiner Schritt sein könnte, etwa ein Treffen mit einem Geschwister oder ein kurzer Besuch. Sich mit dem eigenen Kink zu outen, ist immer die Entscheidung deines Gegenübers. Dich vorzustellen, ist aber eine andere Entscheidung.

Unsere Gesprächsstarter können euch helfen, regelmäßig über Zukunft, Familie und eure Bedürfnisse zu reden, damit das Thema nicht nur dann aufkommt, wenn es wehtut.

Sicherheit zuerst

Bedenklich wird Geheimhaltung, wenn sie dich isoliert: wenn dein*e Partner*in dich nicht nur vor der Familie, sondern auch vor Freund*innen versteckt, nicht möchte, dass du irgendwem von der Beziehung erzählst, oder das Geheimnis als Druckmittel gegen dich einsetzt. Wenn dein Gegenüber Gewalt oder den Bruch mit der Familie fürchtet, zählt auch diese Sicherheit, und Unterstützung kann helfen.

Die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung, und wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Bitte um einen konkreten Schritt und einen ungefähren Zeitrahmen statt eines vagen „irgendwann“.

Achte darauf, wie dein*e Partner*in anderen gegenüber über dich spricht. Privat gehalten zu werden, ist etwas anderes, als unsichtbar gemacht zu werden. Und hör in dich hinein: Wenn sich nichts ändert, kannst du auf Dauer damit leben? Deine Antwort zählt.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Regelmäßige Gespräche ohne Druck machen es viel leichter, schwierige Themen anzusprechen, wenn es darauf ankommt.

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Schlagwörter

  • #Familie
  • #Geheimhaltung
  • #Privatsphäre
  • #Outing
  • #Zugehörigkeit

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