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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in möchte uns beim Sex filmen

Vertrauen

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in hat gefragt, ob ihr euch beim Sex filmen könnt. Vielleicht findest du die Idee reizvoll, bist aber vorsichtig, vielleicht ist sie dir unangenehm, oder du hast schon einmal zugestimmt und bist dir jetzt nicht mehr sicher. Es ist normal, an Vertrauen, Privatsphäre und daran zu denken, was später mit einer Aufnahme passieren könnte.

Diese Bedenken sind berechtigt. Eine Aufnahme kann eine Beziehung überdauern und in Sekunden kopiert werden. Du darfst Nein sagen, unter Bedingungen Ja sagen oder jetzt Ja sagen und es dir später anders überlegen, auch bei Aufnahmen, die es schon gibt.

Was du sagen kannst

Ich bin bereit, darüber zu reden, aber ich müsste mich vollkommen sicher fühlen, bevor ich zustimmen könnte. Was reizt dich an der Idee, und was würdest du mit der Aufnahme machen wollen?

Falls wir das jemals machen, möchte ich vorher abmachen, wo sie gespeichert wird, wer sie sehen darf und dass sie sofort gelöscht wird, wenn eine*r von uns das möchte. Und ich muss wissen, dass es für dich in Ordnung ist, wenn ich Nein sage.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Frag, was dein Gegenüber daran reizt. Manchen geht es darum, sich die Aufnahme später gemeinsam anzuschauen, anderen um den Kick, vor der Kamera zu sein, oder um eine Erinnerung. Vielleicht findet ihr Alternativen, die sich sicherer anfühlen, etwa ohne Gesichter zu filmen, nur Ton aufzunehmen oder stattdessen einen Spiegel zu nutzen.

Wenn ihr es beide wollt, schreibt klare Regeln auf. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr festlegen, was gefilmt werden darf, welches Gerät ihr nutzt, wo Dateien gespeichert werden, ob sie dieses Gerät jemals verlassen, wie das Löschen funktioniert und was mit Aufnahmen passiert, falls ihr euch trennt. Vermeidet automatische Cloud-Backups, lasst Gesichter und erkennbare Merkmale wie Tattoos aus dem Bild und löscht gemeinsam, sobald eine*r von euch das möchte.

Denk daran: Die Zustimmung zum Filmen ist etwas anderes als die Zustimmung zum Sex, und beide können jederzeit zurückgezogen werden.

Sicherheit zuerst

Jemanden ohne sein Wissen zu filmen, Aufnahmen ohne Zustimmung weiterzugeben oder damit zu drohen, ist eine schwere Grenzverletzung und in vielen Ländern strafbar. Ein Warnsignal ist es auch, wenn dein*e Partner*in dich unter Druck setzt, dich heimlich aufnimmt, Dateien nicht löscht, wenn du darum bittest, oder Aufnahmen im Streit zur Sprache bringt.

Wenn das passiert, sichere Beweise wie Nachrichten und hol dir Unterstützung. Die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ können dir helfen, die nächsten Schritte zu klären, auch eine Anzeige. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Prüft zuerst eure Geräte: Findet heraus, wo Fotos und Videos gespeichert werden, und schaltet die Synchronisierung für diesen Ordner aus. Wenn ihr etwas aufnehmt, schaut es gemeinsam an und entscheidet sofort, ob ihr es behaltet.

Wenn du unsicher bist, sag „Jetzt nicht“ und kommt später darauf zurück. Es gibt keinen Grund, eine Entscheidung über etwas so Dauerhaftes übers Knie zu brechen.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Filmen
  • #Privatsphäre
  • #Einvernehmen
  • #digitale Sicherheit
  • #Vertrauen

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