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Consation
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Der Situationsraum

Seit unser Baby da ist, ist unser Sexleben verschwunden

Intimität

Du bist nicht allein

Seit euer Baby auf der Welt ist, findet Sex kaum noch statt. Ihr seid erschöpft, berührungssatt oder lauft einfach im Überlebensmodus, und aus Tagen werden Wochen. Eine*r von euch vermisst es vielleicht sehr, die andere Person denkt kaum daran, und ihr fühlt euch beide schuldig oder einsam.

Das erleben sehr viele frischgebackene Eltern. Schlafmangel, körperliche Erholung, hormonelle Veränderungen, Stillen oder Fläschchen und die ständige Fürsorge wirken sich alle auf die Lust aus. Das heißt nicht, dass eure Beziehung scheitert. Es heißt, dass sich euer Leben verändert hat, und auch eure Intimität braucht jetzt eine neue Form.

Was du sagen kannst

Ich vermisse die Nähe zu dir, und ich denke viel darüber nach, wie sehr sich seit der Geburt alles verändert hat. Ich will keinen Druck machen, weder dir noch mir, denn ich weiß, wie müde wir beide sind. Ich möchte nur nicht, dass wir uns auseinanderleben, ohne darüber zu reden.

Können wir darüber sprechen, wie Nähe für uns gerade aussehen könnte? Schon Kleinigkeiten, wie Zeit auf dem Sofa ohne Handy, würden mir viel bedeuten. Was würde sich für dich im Moment gut anfühlen?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Fangt mit Nähe an, nicht mit Sex. Kuscheln, ein paar Minuten echtes Gespräch, eine Hand auf der Schulter oder gemeinsames Duschen können Verbindung schaffen, ohne dass mehr erwartet wird. Wer berührungssatt ist, empfindet Berührung, die nichts verlangt, oft als Erleichterung.

Sprecht ehrlich über Praktisches: Wer schläft am wenigsten, wer braucht Zeit für sich, und wie könnt ihr die Nächte aufteilen oder euch Hilfe holen, damit beiden noch etwas Kraft bleibt? Lust kommt oft leichter zurück, wenn sich die Last fair verteilt anfühlt.

Unsere Gesprächsstarter helfen euch, im Gespräch zu bleiben, wenn ihr zu müde seid, selbst Worte zu finden. Ein paar Fragen einmal pro Woche können euch als Paar verbunden halten und nicht nur als Eltern. Wenn ihr wieder Sex habt, geht es langsam an, sprecht darüber, was sich anders anfühlt, und seid offen dafür, dass sich etwas verändert hat.

Sicherheit zuerst

Nach einer Geburt braucht der Körper Zeit zum Heilen. Schmerzen beim Sex, eine gedrückte Stimmung, die nicht vergeht, Ängste oder belastende Gedanken, die sich aufdrängen, sind Gründe, ärztlichen Rat einzuholen oder mit deiner Hebamme zu sprechen. Postpartale Depressionen und Ängste können jedes Elternteil treffen, und sie sind behandelbar.

Niemand schuldet dem Gegenüber Sex, auch nicht nach einer Geburt. Druck, Schuldgefühle oder Hilfe beim Baby, die von Sex abhängig gemacht wird, sind nicht in Ordnung. Wenn du dich zu Hause unter Druck gesetzt oder unsicher fühlst, können dir die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“ helfen. Im Notfall ruf den Notruf 112.

Tipps

Senkt die Messlatte. Zehn Minuten zu zweit, wenn das Baby schläft, zählen. Ein Kuss ohne Eile auch.

Plant ein bisschen Zeit für eure Beziehung ein, selbst wenn sie kurz ist und zu Hause stattfindet. Und seid nachsichtig miteinander, was die Lücke zwischen euren Erwartungen und dem gerade Möglichen angeht. Diese Phase ist real, und sie verändert sich auch wieder.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Regelmäßige Gespräche ohne Druck machen es viel leichter, schwierige Themen anzusprechen, wenn es darauf ankommt.

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Schlagwörter

  • #junge Eltern
  • #Baby
  • #Lust
  • #Nähe
  • #Erschöpfung

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