Das Wichtigste
- BDSM ist kein Ersatz für eine Therapie
- Kink zu nutzen, um ein Trauma „aufzuarbeiten“, ist riskant
- Kann retraumatisieren, statt zu heilen
- Denk vor traumanahem Spiel über eine Therapie nach
- Partner*innen sind keine Therapeut*innen
Im Detail
- Warum es keine Therapie ist: keine professionelle Begleitung, Traumamuster können verstärkt werden, Partner*innen sind nicht dafür ausgebildet
- Risiken einer Retraumatisierung: ausgelöste Flashbacks, verstärkte negative Muster, zusätzlicher Schaden
- Wenn Trauma und Kink sich berühren: relevante Traumata offenlegen, Grenzen festlegen, Sicherheitspläne haben
- Professionelle Hilfe: vor traumanahem Spiel eine kinkfreundliche therapeutische Fachperson aufsuchen
- Rolle der Partner*innen: unterstützen und umsorgen, nicht das Trauma heilen oder reparieren
- Gesunder Ansatz: Therapie zur Traumaverarbeitung, Kink als eigenständiges Vergnügen
- Warnsignale: Kink nutzen, um sich selbst zu verletzen, Gefühle vermeiden, sich verschlechternde psychische Gesundheit
Warnhinweise
- Eine Retraumatisierung kann schwerwiegend sein
- Kann Beziehungen schaden
- Kann PTBS-Symptome verschlimmern
- Partner*innen fühlen sich womöglich für deine Heilung verantwortlich
- Für Traumata braucht es professionelle Therapie
- Selbstverletzung durch Kink ist keine Heilung
Weiterführendes und nächste Schritte
- Such dir eine kinkfreundliche oder sexpositive therapeutische Fachperson (bei der Suche helfen etwa die Psychotherapeutenkammern und sexualtherapeutische Fachverbände)
- Informiere dich über traumasensible Ansätze
- Halte Kink und Traumaverarbeitung voneinander getrennt
- Schließ dich Selbsthilfegruppen für Menschen mit Traumaerfahrung an
- Lies über traumasensible Kink-Praxis