Das Wichtigste
- Vereinbart für jede Session ein nonverbales Signal, nicht nur, wenn ein Knebel im Spiel ist
- Das Signal muss in der Position funktionieren, in der die Person sein wird
- Es muss sich klar von allem anderen unterscheiden, was in der Session passiert
- Übt es, bevor die Session beginnt
- Keine Antwort auf eine Nachfrage heißt: Stopp
Im Detail
- Fallenlassen: Die Person hält einen Ball, einen Schlüsselbund oder ein Glöckchen. Fällt er herunter, heißt das Stopp. Das klappt mit freien oder vorne gefesselten Händen
- Abklopfen: zwei- oder dreimal kräftig auf das Gegenüber, den Boden oder ein Möbelstück klopfen
- Drückcode: Der Top drückt zweimal die Hand, um zu fragen; zweimal zurückdrücken heißt „alles gut“, kein Drücken heißt Stopp
- Summsignal: dreimal kurz summen für Stopp, bei Knebel oder Haube, wenn die Hände gefesselt sind
- Wählt ein Signal, das sich nicht mit Zerren, Stöhnen oder Zittern verwechseln lässt, denn das kann Teil der Session sein
- Probiert das Signal einmal während der Session aus, damit ihr beide wisst, dass es in der Praxis funktioniert
- Habt ein zweites Signal als Reserve, denn in Panik vergisst man leicht
Warnhinweise
- Wer ohnmächtig ist, kann kein Signal geben, deshalb braucht es immer aufmerksames Hinsehen
- In Panik oder Erstarrung können Worte versagen, auch ohne Knebel
- Sind die Hände gefesselt und der Mund bedeckt, braucht ihr vor der Session ein Signal, das trotzdem funktioniert
- Ignoriere oder teste ein Stoppsignal niemals absichtlich
Weiterführendes und nächste Schritte
- Unser Ratgeber zu Safewords
- Unser Ratgeber zur Sicherheit mit Knebeln
- Unser Ratgeber zu Sensory Deprivation
- Der Vereinbarungs-Editor, um eure Signale festzuhalten