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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in möchte eine dritte Person in unsere Kink-Spiele holen

Vertrauen

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in hat vorgeschlagen, jemanden in eure Spiele einzubeziehen, sei es als dritte Person in einer Session, als jemand, der zuschaut, oder als weitere*n Partner*in in eurer Dynamik. Vielleicht bist du aufgeregt, fühlst dich bedroht, bist unsicher oder hast Sorge, nicht zu genügen. Wenn ihr Kink schon gemeinsam genießt, kann es sich besonders verletzlich anfühlen, euch diesen Raum mit jemand anderem vorzustellen.

Es ist ganz natürlich, dazu starke Gefühle zu haben. Eine weitere Person verändert die emotionale und körperliche Sicherheit beim Spielen, und es betrifft alle Beteiligten, auch die dritte Person. Du darfst dir Zeit lassen und Nein sagen.

Was du sagen kannst

Ich finde es gut, dass du so offen mit mir darüber sprichst. Ich möchte verstehen, was du dir vorstellst, denn ich habe gemischte Gefühle und will nicht zu schnell Ja oder Nein sagen.

Was reizt dich daran, jemanden dazuzuholen? Wie würde das aussehen, und was würde nur uns beiden gehören? Ich müsste mich wirklich sicher fühlen, bevor ich darüber nachdenken könnte, und ich muss wissen, dass ein Nein nichts daran ändert, wie du zu mir stehst.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Sprecht zuerst über Beweggründe und Ängste. Geht es um eine bestimmte Fantasie, um eine Rolle, die keine*r von euch ausfüllen kann, oder um den Reiz des Neuen? Wovor habt ihr jeweils Angst: Eifersucht, Vergleich, außen vor zu sein oder um eure Sicherheit? Diese Gespräche zeigen euch, ob ihr auf einer Linie seid, bevor jemand anderes dazukommt.

Wenn ihr es beide ausprobieren möchtet, plant es genau. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr Grenzen, Safer Sex und Tests auf sexuell übertragbare Infektionen, Safewords, die für alle funktionieren, Check-ins während der Session und den Umgang mit Aftercare und Gefühlen danach festhalten. Die dritte Person gehört ins Vorgespräch, als gleichberechtigter erwachsener Mensch mit eigenen Grenzen, nicht als Beiwerk.

Fangt mit etwas Kleinem an, das sich leicht rückgängig machen lässt, etwa einem Gespräch oder einem Treffen ohne Spiel.

Sicherheit zuerst

Es ist Zwang, wenn dein*e Partner*in droht, es trotzdem zu tun, dich langweilig oder eifersüchtig nennt, weil du zögerst, oder es schon organisiert hat. Achte auch auf Situationen, in denen die dritte Person unter Druck steht, berauscht ist oder die Regeln nicht kennt. Alle Beteiligten müssen frei zustimmen und jederzeit aufhören können.

Trefft neue Menschen zuerst an einem öffentlichen Ort, sag einer Vertrauensperson, wo du bist, und vereinbart, wie du jederzeit gehen kannst. Wenn du dich unsicher oder unter Druck gesetzt fühlst, kannst du dich an die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ wenden oder dir Unterstützung bei einer Beratungsstelle oder in einer Therapie holen. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Vereinbart, dass alle jederzeit alles beenden können, auch mitten in der Session, und plant Aftercare für alle Beteiligten ein, auch für die dritte Person.

Sprecht am nächsten Tag und ein paar Tage später noch einmal darüber. Gefühle wie Eifersucht zeigen sich manchmal erst hinterher, und man kann viel besser mit ihnen umgehen, wenn man damit gerechnet hat.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Dreier
  • #Kinks
  • #Eifersucht
  • #Vorgespräch
  • #Absprachen

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