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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in hatte eine emotionale Affäre und sagt, das sei kein Fremdgehen

Vertrauen

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in hat ständig mit jemandem geschrieben, sich dieser Person anvertraut und intime Gedanken und Gefühle geteilt. Jetzt heißt es: „Wir haben nie miteinander geschlafen“, als wäre damit alles geklärt. Für dich fühlt es sich trotzdem wie Verrat an, und du fühlst dich ersetzt.

Dein Schmerz ist berechtigt. Viele Menschen empfinden emotionale Nähe zu jemand anderem als Überschreitung einer wichtigen Grenze, und Paare haben nicht immer dieselbe Vorstellung davon, was Fremdgehen ist.

Was du sagen kannst

Ich möchte, dass du verstehst, wie sehr mich das verletzt hat. Du hast mit jemand anderem eine Nähe geteilt, von der ich dachte, sie gehört zu unserer Beziehung. Auch wenn nichts Körperliches passiert ist, fühlt es sich für mich wie Verrat an.

Ich verlange nicht, dass wir uns auf jede Bezeichnung einigen. Ich bitte dich zu verstehen, warum mich das verletzt hat, und mit mir darüber zu reden, welche Grenzen wir beide brauchen. Kannst du das?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Viele Menschen empfinden emotionale Affären als genauso schmerzhaft wie körperliche, weil es dabei um Vertrauen, Aufmerksamkeit und Intimität geht. Versuch konkret zu beschreiben, was für dich die Grenze überschritten hat, zum Beispiel die Heimlichkeit, die viele gemeinsame Zeit oder die Art der Dinge, die geteilt wurden.

Sprecht darüber, was Treue für jede*n von euch bedeutet. Viele Paare haben das nie besprochen, bis so etwas passiert. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr klare Vereinbarungen zu Freundschaften, Privatsphäre und emotionalen Grenzen festhalten.

Eine Paartherapie kann euch durch dieses Gespräch begleiten und beim Wiederaufbau von Vertrauen helfen. Wenn dein*e Partner*in deinen Schmerz nicht anerkennt, obwohl du ihn klar erklärt hast, darfst du dich fragen, ob deine Bedürfnisse hier erfüllt werden können.

Sicherheit zuerst

Wenn dein*e Partner*in noch engen Kontakt zu dieser Person hat und daran nichts ändern will, ist die Situation nicht abgeschlossen, und du hast jedes Recht zu entscheiden, was du akzeptieren kannst.

Zu einer Frage der Sicherheit wird es, wenn dein*e Partner*in auf deinen Schmerz mit Wut, Drohungen oder Einschüchterung reagiert, dich überwacht oder einschränkt oder dich sexuell unter Druck setzt, damit du beweist, dass du darüber hinweg bist. Das ist nicht deine Schuld. Eine Beratung oder Therapie und die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“ können helfen. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, wähle den Notruf 112.

Tipps

Bitte um Ehrlichkeit darüber, was geteilt wurde, aber überleg gut, bevor du jede einzelne Nachricht liest. Manchen hilft das, bei anderen vertieft es den Schmerz.

Konzentriere dich auf das Verhalten, das sich ändern muss, statt darüber zu streiten, ob es als Fremdgehen zählt.

Gib dir Zeit, bevor du entscheidest, was du willst. Wenn dein*e Partner*in jedes Mal in die Defensive geht, sobald du das Thema ansprichst, sagt dir das etwas darüber, ob die Bereitschaft für einen Neuanfang da ist.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #emotionale Affäre
  • #Fremdgehen
  • #Untreue
  • #Vertrauensbruch
  • #Intimität

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