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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in wird von einer*einem Ex immer wieder wegen Kink angeschrieben

Vertrauen

Du bist nicht allein

Ein*e Ex deines Gegenübers meldet sich immer wieder, und es geht um Kink: Erinnerungen an alte Sessions, Fragen zu Equipment, vielleicht sogar die Einladung, wieder miteinander zu spielen. Dein*e Partner*in sagt, das sei nichts, aber du fühlst dich unwohl, vielleicht eifersüchtig, vielleicht besorgt darüber, was diese Person über dein Gegenüber weiß oder sogar über dich.

Diese Gefühle sind nachvollziehbar. Kink ist oft auf eine ganz besondere Weise intim, und Klarheit darüber zu wollen, wie viel davon mit jemandem aus der Vergangenheit geteilt wird, ist ein berechtigter Wunsch und kein Zeichen von Unsicherheit.

Was du sagen kannst

Ich möchte über die Nachrichten reden, die du immer wieder aus deiner früheren Beziehung bekommst. Ich verlange nicht, dass du alle Menschen aus deiner Vergangenheit abschneidest, und ich vertraue dir. Aber wenn es immer wieder um Kink geht, fühle ich mich unwohl, und ich würde gern wissen, wo du stehst. Wie geht es dir mit diesen Nachrichten, und was möchtest du damit machen?

Ich fände es außerdem gut, wenn wir uns gemeinsam überlegen, wie wir mit Kontakt zu Ex-Partner*innen umgehen, besonders wenn es ums Spielen geht.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Fang mit Fragen an, nicht mit Vorwürfen. Antwortet dein*e Partner*in, und wie? Respektiert die andere Person ein Nein? Lebt ihr monogam, offen oder irgendwo dazwischen? Die Antworten bestimmen, wie eine faire Absprache aussehen kann.

Einigt euch gemeinsam auf ein paar Punkte: ob Spielen mit anderen überhaupt infrage kommt, was dein Gegenüber über eure Beziehung und euer Spiel erzählt (auch dein Privatleben verdient Schutz) und wie ihr es ansprecht, wenn sich ein Kontakt unangenehm anfühlt. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr diese Punkte festhalten und später darauf zurückkommen.

Wenn dein*e Partner*in der anderen Person eine Grenze setzen will, ist das die Nachricht deines Gegenübers. Du kannst Hilfe bei der Formulierung anbieten, aber selbst Kontakt aufzunehmen, macht es meist schlimmer.

Sicherheit zuerst

Wenn die andere Person dein Gegenüber belästigt, droht, Familie oder Arbeitgeber über den Kink zu informieren, oder private Bilder teilt, ist das ernst. Dein*e Partner*in kann Nachrichten dokumentieren, den Kontakt blockieren und sich Unterstützung holen. Ungewollt geoutet zu werden, ist ein echtes Risiko, vor dem man sich schützen darf.

Achte auch auf deine Seite. Wenn aus Sorge wird, dass du Passwörter verlangst oder das Handy deines Gegenübers kontrollierst, oder wenn dein*e Partner*in dich für verrückt erklärt, sobald du Bedenken äußerst, bewegt sich etwas in Richtung Kontrolle. Die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung, und wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Versuch, Eifersucht von einem echten Grenzproblem zu unterscheiden. Frag dich, was dich wirklich beruhigen würde, und sag genau das.

Kommt nach ein paar Wochen auf das Thema zurück und prüft, ob eure Absprache funktioniert, statt auf die nächste Nachricht zu warten.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Ex-Partner*innen
  • #Eifersucht
  • #Grenzen
  • #Privatsphäre
  • #Outing

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