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Consation
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Der Situationsraum

Meine Freundin ergreift beim Sex nie die Initiative, immer muss ich anfangen

Intimität

Du bist nicht allein

Du machst immer den ersten Schritt und wünschst dir, dass sie nur ein einziges Mal von sich aus auf dich zukommt. Mit der Zeit kann das dazu führen, dass du dich unerwünscht fühlst oder befürchtest, dass sie nur mitmacht.

Sich begehrt fühlen zu wollen, ist ein zutiefst menschliches Bedürfnis. Es ist in Ordnung, das anzusprechen, und es heißt nicht unbedingt, dass zwischen euch etwas nicht stimmt.

Was du sagen kannst

Ich möchte über etwas reden, das mich beschäftigt. Mir ist aufgefallen, dass meistens ich beim Sex den Anfang mache, und manchmal frage ich mich dann, ob du mich auch willst. Ich möchte dich auf keinen Fall unter Druck setzen.

Ich würde gern verstehen, wie es sich für dich anfühlt, die Initiative zu ergreifen. Gibt es etwas, das es für dich leichter oder natürlicher machen würde? Ich möchte, dass wir uns beide begehrt fühlen und uns beide völlig frei fühlen, Nein zu sagen.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Viele Menschen erleben responsive Lust: Sie genießen Sex, wenn er einmal begonnen hat, spüren aber selten spontan den Drang, ihn anzufangen. Das ist häufig und heißt nicht, dass sie dich nicht will. Andere ergreifen keine Initiative aus Schüchternheit, wegen früherer Erfahrungen, aus Angst vor Zurückweisung oder weil sich zwischen euch ein Muster eingespielt hat, in dem immer du anfängst.

Der Vorliebentest ist eine entspannte Möglichkeit herauszufinden, was jede*r von euch genießt, was hilft, in Stimmung zu kommen, und wie ihr jeweils gern die Initiative ergreift oder angesprochen werdet.

Es lohnt sich auch, behutsam zu fragen, ob sie sich manchmal verpflichtet fühlt. Wenn Sex sich wie eine Pflicht anfühlt, ist das wichtig zu wissen, und Druck herauszunehmen, ist dann der liebevollste Anfang. Eine Sexualtherapie oder Paarberatung kann helfen, wenn ihr feststeckt.

Sicherheit zuerst

Sex sollte immer von beiden gewollt sein. Wenn sie sagt, dass sie manchmal nur Sex hat, um den Frieden zu wahren, nimm das ernst und mach klar, dass ein Nein immer eine akzeptable Antwort ist, ohne Konsequenzen.

Ebenso ist es nicht in Ordnung, Sex durch Schuldgefühle, Schmollen oder Druck zu bekommen oder jemanden für den Wunsch nach Sex zu beschämen. Wenn Gespräche über Sex auf einer der beiden Seiten zu Zwang, Drohungen oder Angst führen, geht das über unterschiedliches Begehren hinaus.

Eine Beratungsstelle oder Sexualtherapie kann helfen, und die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Frag, was ihr hilft, in Stimmung zu kommen: eine bestimmte Umgebung, Zeit zum Abschalten oder mehr nicht sexuelle Zärtlichkeit im Laufe des Tages.

Macht es leichter, die Initiative zu ergreifen. Manche Paare nutzen ein einfaches Signal, einen bestimmten Satz oder eine verspielte Nachricht tagsüber, mit der jede*r Interesse zeigen kann, ohne dass daraus ein großer Moment wird.

Wenn sie die Initiative ergreift, auch auf kleine Weise, reagiere herzlich. Wer sich willkommen fühlt, tut es leichter wieder.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Der Vorliebentest zeigt, was ihr jeweils liebt, neugierig macht oder nicht wollt. So könnt ihr vergleichen, ohne zu raten.

Zum Vorliebentest

Schlagwörter

  • #Sex
  • #Initiative
  • #Begehren
  • #Intimität
  • #responsive Lust
  • #sich begehrt fühlen

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