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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in arbeitet ständig, und wir haben nie Zeit füreinander

Kommunikation

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in geht früh, kommt spät nach Hause und arbeitet oft am Wochenende. Ihr seht euch kaum, und wenn du es ansprichst, heißt es, das alles geschehe für euch beide und eure Zukunft. Währenddessen fühlst du dich jetzt gerade einsam.

Es ist völlig nachvollziehbar, dass du dein Gegenüber vermisst und dir mehr Verbindung wünschst. Sich gemeinsame Zeit zu wünschen, ist nicht egoistisch und heißt nicht, dass du die viele Arbeit nicht wertschätzt.

Was du sagen kannst

Ich weiß, dass du wirklich hart arbeitest, und ich schätze, was du für uns tust. Ich vermisse dich aber auch. In letzter Zeit habe ich das Gefühl, dass wir nebeneinander her leben, ohne wirklich zusammen zu sein, und ich fühle mich dabei einsam.

Ich fände es schön, wenn wir ein besseres Gleichgewicht finden, selbst wenn es nur ein paar feste Abende pro Woche sind. Was würde das für dich möglich machen?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Versuch zu verstehen, was hinter den langen Arbeitszeiten steckt. Das können finanzieller Druck sein, ein anspruchsvoller Job, in dem sich dein Gegenüber gefangen fühlt, beruflicher Ehrgeiz, Stress oder manchmal auch das Ausweichen vor etwas zu Hause. Jeder dieser Gründe braucht eine andere Art von Lösung.

Mit der Bedienungsanleitung könnt ihr beide beschreiben, wie ihr Energie tankt, wie ihr Fürsorge zeigt und was ihr braucht, um euch verbunden zu fühlen. So wird aus einem vagen „Wir sehen uns nie“ eine Reihe konkreter, umsetzbarer Wünsche.

Einigt euch auf etwas Konkretes, etwa eine wöchentliche Date Night oder ein Abendessen ohne Handy, und schaut, ob das über ein paar Wochen hält. Wenn du klar darum gebeten hast und sich nichts ändert, darfst du dich fragen, ob deine Bedürfnisse hier erfüllt werden können, und eine Paarberatung kann euch helfen, gemeinsam auf das größere Ganze zu schauen.

Sicherheit zuerst

Volle Terminkalender allein sind kein Sicherheitsthema. Anders ist es, wenn die Arbeit als Deckmantel für kontrollierendes Verhalten dient, etwa wenn deine Zeit überwacht wird, während dein Gegenüber selbst nicht erreichbar ist, wenn das gesamte Geld kontrolliert wird oder wenn auf deine Bedürfnisse mit Wut oder Einschüchterung reagiert wird.

Wenn du dich ängstlich, herabgesetzt oder kontrolliert fühlst, ist das nicht deine Schuld. Eine Beratungsstelle oder Therapie und die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ können dir helfen, die Dinge zu durchdenken. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Tragt gemeinsame Zeit so in den Kalender ein, wie ihr einen Termin eintragen würdet, und behandelt sie als wichtig für euch beide.

Nutzt kleine Momente: ein gemeinsamer Kaffee am Morgen, ein kurzer Anruf in der Mittagspause oder zehn Minuten echtes Gespräch vor dem Schlafengehen.

Bau dir weiter ein erfülltes eigenes Leben auf, mit Freund*innen, Hobbys und Erholung, damit die Beziehung nicht deine einzige Quelle für Verbindung ist. Wenn Pläne immer wieder wegen der Arbeit platzen, benenn das Muster behutsam und frag, was helfen würde, es zu ändern.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Bedienungsanleitung zeigt deinen Partner*innen, wie du mit Konflikten, Trost und Nähe umgehst, bevor das nächste Missverständnis entsteht.

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Schlagwörter

  • #Arbeit
  • #Work-Life-Balance
  • #Gemeinsame Zeit
  • #Verbindung
  • #Einsamkeit

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