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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in achtet kaum auf Hygiene, und ich weiß nicht, wie ich es sagen soll

Intimität

Du bist nicht allein

Vielleicht ist es Körpergeruch, Mundgeruch oder dir fällt auf, dass dein*e Partner*in nicht mehr regelmäßig duscht oder Zähne putzt. Dir liegt viel an dieser Person, aber es fällt dir immer schwerer, Nähe oder Anziehung zu spüren, und schon der Gedanke daran macht dir ein schlechtes Gewissen.

Das ist eines der unangenehmsten Themen überhaupt, und es ist völlig verständlich, dass du Angst hast, zu verletzen. Dich in deiner Beziehung wohlzufühlen und dein Gegenüber anziehend zu finden, ist ein berechtigtes Bedürfnis.

Was du sagen kannst

Ich möchte etwas ansprechen, das ein bisschen heikel ist, und ich sage es, weil du mir wichtig bist und ich dir nah bleiben möchte. Mir ist aufgefallen, dass [konkreter Punkt, etwa dein Atem in letzter Zeit oder dass du seltener duschst], und das steht mir im Weg, wenn ich dir körperlich so nah sein möchte, wie ich es mir wünsche.

Ich möchte auch nachfragen: Ist bei dir alles in Ordnung? Wenn das Leben schwer wird, ist Selbstfürsorge oft das Erste, was auf der Strecke bleibt. Ist gerade etwas los, bei dem ich dir helfen kann?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Fang mit Fürsorge und Neugier an. Eine veränderte Hygiene kann ein Zeichen für Depression, Burn-out, Krankheit oder eine Reizempfindlichkeit sein, und manchmal ist es einfach eine Gewohnheit, auf die nie jemand hingewiesen hat. Wenn du fragst, wie es deinem Gegenüber geht, findest du heraus, was davon zutrifft.

Wenn es mit der psychischen oder körperlichen Gesundheit zusammenzuhängen scheint, ermutige dazu, mit Ärzt*innen oder Therapeut*innen zu sprechen, und hab Geduld, während Unterstützung anläuft. Geht es eher um Gewohnheiten, vereinbart kleine, konkrete Veränderungen statt einer vagen Bitte, „sauberer“ zu sein.

Mit der Bedienungsanleitung könnt ihr beide teilen, wodurch ihr euch wohl und umsorgt fühlt, auch bei Sinneseindrücken wie Geruch und Berührung. Wenn du freundlich und klar darum gebeten hast und sich über längere Zeit nichts ändert, darfst du dich fragen, ob du damit leben kannst.

Sicherheit zuerst

Hygieneprobleme allein sind kein Sicherheitsthema, aber ein plötzlicher Rückgang kann manchmal auf eine ernste Depression oder Selbstvernachlässigung hindeuten. Wenn dein*e Partner*in davon spricht, sich hoffnungslos oder wertlos zu fühlen oder nicht mehr da sein zu wollen, nimm das ernst und ermutige dazu, sich an psychotherapeutische Fachleute oder die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ zu wenden.

Wenn auf deine Sorge mit Drohungen, Einschüchterung oder Beleidigungen reagiert wird, die dich beschämen und zum Schweigen bringen sollen, geht das über einen gewöhnlichen Konflikt hinaus. Eine Beratungsstelle oder Therapie kann dir helfen, das zu durchdenken, und wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Sei konkret und sprich es unter vier Augen an. Es einmal behutsam zu Hause zu sagen, ist freundlicher, als immer wieder Andeutungen zu machen oder vor anderen Witze darüber zu reißen.

Macht es, wo es geht, zu etwas Gemeinsamem: zusammen duschen, neue Pflegeprodukte aussuchen oder abends gleichzeitig Zähne putzen. Routinen fallen leichter, wenn sie sich nach Teamwork anfühlen.

Nimm Bemühungen wahr und zeig, dass du sie schätzt. Ein einfaches Danke oder ein Kompliment, wenn dein Gegenüber sich gut um sich gekümmert hat, hilft sehr dabei, dass die Veränderung bleibt.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Bedienungsanleitung zeigt deinen Partner*innen, wie du mit Konflikten, Trost und Nähe umgehst, bevor das nächste Missverständnis entsteht.

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Schlagwörter

  • #Hygiene
  • #Selbstfürsorge
  • #Anziehung
  • #Intimität
  • #Schwierige Gespräche

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