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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in schreit bei jedem Streit herum

Kommunikation

Du bist nicht allein

Sobald ihr unterschiedlicher Meinung seid, wird es laut. Vielleicht knallen auch Türen oder fliegen Gegenstände, und du merkst, dass du nur noch zustimmst, damit es aufhört.

Wenn du Angst hast, ist das wichtig. Meinungsverschiedenheiten gehören zu Beziehungen dazu, aber du solltest keine Angst vor deinem Gegenüber haben müssen, nur weil ihr etwas unterschiedlich seht.

Was du sagen kannst

Ich möchte über unsere Streits reden, solange wir beide ruhig sind. Wenn es laut wird, bekomme ich Angst und mache dicht, und dann lösen wir nie wirklich etwas. Ich weiß, dass du in solchen Momenten frustriert bist, und ich möchte verstehen, was in dir vorgeht.

Können wir vereinbaren, dass wir 30 Minuten Pause machen, sobald eine*r von uns anfängt zu schreien, und weiterreden, wenn wir ruhiger sind? Mir liegt daran, Dinge zu klären, und dafür muss ich mich sicher fühlen. Was würde dir helfen, ruhig zu bleiben?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Wenn ihr euch darauf einigt, halte dich sanft und konsequent daran. Wenn es das nächste Mal laut wird, sag ruhig: „Wir hatten eine Pause vereinbart. Ich gehe kurz raus, und in 30 Minuten reden wir weiter“, und verlass den Raum.

Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr gemeinsame Regeln für Streit festhalten: wie eine Auszeit aussieht, was tabu ist (etwa Beschimpfungen oder mit Dingen werfen) und wie ihr wieder zueinanderfindet.

Schreien entsteht manchmal aus erlernten Mustern oder aus Schwierigkeiten im Umgang mit Stress, und Beratung oder ein Anti-Aggressions-Training können helfen. Wenn das Schreien trotz klarer Absprachen weitergeht oder dein*e Partner*in dir folgt, noch lauter wird oder dir den Weg versperrt, eskaliert die Situation, und deine Sicherheit geht vor.

Sicherheit zuerst

Aus Schreien wird Einschüchterung und Gewalt, wenn dein*e Partner*in dir dabei bedrohlich nahe kommt, dir den Ausgang versperrt, Dinge wirft oder zerschlägt, gegen Wände schlägt, dir droht oder dich körperlich verletzt. Ernst ist es auch, wenn du Dingen zustimmst, auch Sex, nur damit sich die Lage beruhigt.

Nichts davon ist deine Schuld, und es ist kein normaler Paarstreit. Wenn du dich nicht sicher fühlst, bring dich an einen sicheren Ort und überleg dir einen Sicherheitsplan: einen Ort, an den du gehen kannst, eine Vertrauensperson, die du anrufen kannst, und wichtige Dinge, die du schnell mitnehmen könntest.

Die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung und helfen bei der Sicherheitsplanung, und auch eine Beratungsstelle oder Therapie kann helfen. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Vereinbart ein Auszeit-Signal, zum Beispiel ein T mit den Händen oder einen einfachen Satz, mit dem jede*r von euch den Streit unterbrechen kann, ohne Rückfragen. Stellt einen Timer, damit die Pause ein klares Ende hat.

Wenn ihr weiterredet, fang mit „Ich fühle mich …“ an statt mit „Du immer …“, und nehmt euch ein Thema nach dem anderen vor.

Achte im Konflikt auf deinen eigenen Körper. Wenn dein Herz rast, ist das ein guter Moment für die Pause, bevor es auf einer der beiden Seiten eskaliert.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Schreien
  • #Wut
  • #Streit
  • #Auseinandersetzungen
  • #Einschüchterung
  • #Konflikt

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