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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in zockt den ganzen Tag und ignoriert mich

Kommunikation

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in zockt vor der Arbeit, nach der Arbeit und bis spät in die Nacht. Wenn ihr Zeit miteinander verbringen wollt, scheint dein Gegenüber mit den Gedanken woanders zu sein. Vielleicht fühlst du dich einsam, unsichtbar oder so, als müsstest du mit einem Bildschirm konkurrieren.

Damit bist du nicht allein. Gaming kann ein tolles Hobby sein, und es ist trotzdem völlig in Ordnung, dir mehr Zeit und Aufmerksamkeit in deiner Beziehung zu wünschen.

Was du sagen kannst

Ich weiß, dass dir Gaming wirklich wichtig ist, und ich verlange nicht, dass du es aufgibst. Aber in letzter Zeit fühle ich mich einsam, so als würden wir kaum noch echte Zeit miteinander verbringen, und ich vermisse dich.

Können wir uns auf ein paar zockfreie Zeiten pro Woche einigen, die nur uns gehören? Ich würde gern ein Gleichgewicht finden, bei dem du deine Spiele genießen kannst und wir uns trotzdem nah sind.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Geh das als Frage des Gleichgewichts an, nicht als Kampf gegen Videospiele. Frag, was Gaming deinem Gegenüber gibt, ob Stressabbau, Kontakt zu Freund*innen oder Erfolgserlebnisse, damit du das respektieren und trotzdem um das bitten kannst, was du brauchst.

Vereinbart feste Zeiten fürs Zocken und feste Zeiten füreinander. Mit der Bedienungsanleitung könnt ihr beschreiben, wie gemeinsame Zeit für euch jeweils aussieht, denn das kann sich bei euch unterscheiden.

Wenn dein*e Partner*in weniger spielen möchte, es aber nicht schafft, oder wenn Arbeit, Schlaf oder Gesundheit leiden, kann eine Therapie helfen. Wenn keinerlei Veränderung infrage kommt, obwohl du klar darum gebeten hast, darfst du dich fragen, ob deine Bedürfnisse hier auf Dauer erfüllt werden können.

Sicherheit zuerst

Bedenklicher wird exzessives Zocken, wenn dabei Arbeit, Gesundheit, Hygiene oder Kinder vernachlässigt werden, Geld ausgegeben wird, das ihr nicht habt, oder es Wutausbrüche gibt, wenn jemand stört. Anschreien, mit Dingen werfen oder dich einschüchtern, wenn du um gemeinsame Zeit bittest, ist kein gewöhnlicher Konflikt.

Wenn das passiert, stell deine Sicherheit an erste Stelle und sprich mit einer Beratungsstelle oder nutze die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Legt konkrete, verlässliche Zeitfenster fest, zum Beispiel zwei zockfreie Abende pro Woche, statt vage um „weniger spielen“ zu bitten.

Sag rechtzeitig Bescheid, statt mitten im Spiel zu unterbrechen. Viele Spiele lassen sich nicht pausieren, und eine Vorwarnung von zehn Minuten erspart viel Reibung.

Wenn du neugierig bist, spielt zusammen oder lass dir ein Lieblingsspiel zeigen. Gemeinsames Interesse kann aus einer Quelle von Spannung eine Quelle von Verbindung machen.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Bedienungsanleitung zeigt deinen Partner*innen, wie du mit Konflikten, Trost und Nähe umgehst, bevor das nächste Missverständnis entsteht.

Deine Bedienungsanleitung erstellen

Schlagwörter

  • #Gaming
  • #Videospiele
  • #Vernachlässigung
  • #Aufmerksamkeit
  • #Gemeinsame Zeit

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