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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in räumt nie hinter sich auf

Kommunikation

Du bist nicht allein

Geschirr in der Spüle, Klamotten auf dem Boden, der Müll bleibt stehen. Du räumst ständig hinter deinem*deiner Partner*in her, hast schon um Hilfe gebeten, aber nichts scheint sich zu ändern. Irgendwann fühlst du dich eher wie ein Elternteil als wie ein*e Partner*in.

Dieser Groll ist sehr verbreitet und gut nachvollziehbar. Ein gemeinsames Zuhause funktioniert am besten, wenn beide das Gefühl haben, dass die Last fair verteilt ist.

Was du sagen kannst

Ich möchte darüber reden, wie wir die Hausarbeit aufteilen, weil sich bei mir einiges angestaut hat. Gerade habe ich das Gefühl, dass ich den Großteil des Putzens mache, und ich merke, dass ich langsam Groll entwickle, und das will ich nicht.

Können wir uns hinsetzen und eine faire Aufteilung finden, damit wir beide wissen, wofür wir zuständig sind, und sich niemand von uns ausgenutzt fühlt?

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Menschen haben oft unterschiedliche Vorstellungen davon, was sauber ist und was überhaupt als Hausarbeit zählt. Sprecht darüber, was euch jeweils am wichtigsten ist, etwa eine aufgeräumte Küche, ein ordentliches Wohnzimmer oder erledigte Wäsche, und einigt euch auf einen gemeinsamen Mindeststandard.

Macht die Aufteilung konkret und sichtbar. Mit dem Vereinbarungs-Editor könnt ihr aufschreiben, wer was wie oft erledigt, damit Erwartungen nicht von Gedächtnis oder Laune abhängen.

Sprecht nach ein paar Wochen darüber und passt an. Wenn ihr einen klaren Plan habt und dein Gegenüber den eigenen Teil trotzdem immer wieder nicht übernimmt, ist es fair, daraus ein größeres Gespräch über Respekt und Fairness in eurer Beziehung zu machen.

Sicherheit zuerst

Unordnung allein ist kein Sicherheitsthema. Bedenklich wird es, wenn eine Person von der anderen erwartet, die gesamte unbezahlte Arbeit zu übernehmen, um Kontrolle auszuüben, wenn auf Bitten um Hilfe mit Beleidigungen oder Einschüchterung reagiert wird oder wenn du dafür bestraft wirst, dass du es ansprichst.

Wenn du dieses Muster bemerkst oder die Wohnung so unsicher oder unhygienisch geworden ist, dass eine psychische Krise dahinterstecken könnte, sprich mit einer Beratungsstelle oder wende dich an die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Macht eine einfache Liste oder einen Putzplan und wechselt euch bei den unbeliebten Aufgaben ab, damit nicht immer dieselbe Person daran hängen bleibt.

Nutzt eure Stärken: Wenn eine*r von euch Abwaschen hasst, aber gern Wäsche macht, tauscht.

Wenn du aufhörst, den Teil deines Gegenübers mitzuerledigen, kündige es vorher an und mach es ruhig, als Grenze und nicht als Strafe. Auch ein kurzes gemeinsames Aufräumen am Tag, etwa zehn Minuten nach dem Abendessen, kann viel bewirken.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Putzen
  • #Hausarbeit
  • #Haushalt
  • #Fairness
  • #Groll

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