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Consation
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Der Situationsraum

Mein*e Partner*in will mich nicht oral befriedigen, erwartet es aber von mir

Intimität

Du bist nicht allein

Dein*e Partner*in genießt es, oral befriedigt zu werden, will es selbst aber nicht tun. Wenn du es ansprichst, heißt es, das sei eklig oder einfach nicht das eigene Ding. Es ist natürlich, dass du dich verletzt fühlst oder den Eindruck hast, dass es ungleich verteilt ist, vor allem wenn diese Worte dich in Bezug auf deinen Körper verunsichert haben.

Sich Gegenseitigkeit zu wünschen, ist berechtigt. Gleichzeitig hat jeder Mensch das Recht auf eigene sexuelle Grenzen. Das Ziel ist also ein Sexleben, das sich für euch beide fair und erfüllend anfühlt, und nicht, eine bestimmte Praktik zu erzwingen.

Was du sagen kannst

Ich möchte über etwas reden, das mich beschäftigt. Ich verwöhne dich gern oral, und mir ist aufgefallen, dass es umgekehrt nicht passiert. Ich will dich zu nichts drängen, womit du dich nicht wohlfühlst, aber das Ungleichgewicht gibt mir ein bisschen das Gefühl, nicht begehrt zu werden.

Kannst du mir mehr darüber erzählen, wie es dir damit geht? Wenn es ein klares Nein ist, möchte ich das verstehen, und ich würde gern mit dir andere Wege finden, wie ich mich genauso umsorgt fühlen kann.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Frag, was hinter dem Zögern steckt. Manche Menschen haben Sorgen wegen Geschmack oder Geruch, wenig Erfahrung oder sensorische Empfindlichkeiten, oder sie tragen frühere Erfahrungen oder Botschaften aus ihrer Erziehung mit sich. Das verdient Mitgefühl, und manches davon kann sich mit Zeit, Vertrauen und Kommunikation lösen.

Wenn Oralsex für dein Gegenüber eine echte Grenze ist, respektiere sie und achte auf Fairness insgesamt. Du könntest dir auf andere Weise mehr Aufmerksamkeit wünschen, etwa mit den Händen oder mit Toys. Der Vorliebentest kann euch zeigen, wo sich eure Interessen überschneiden und wovon jede*r von euch gern mehr hätte.

Wenn du klar gefragt hast und dein*e Partner*in keinerlei Interesse an deiner Lust zeigt, in welcher Form auch immer, während du dich weiterhin um ihre oder seine Lust kümmern sollst, darfst du dich fragen, ob deine Bedürfnisse hier erfüllt werden können.

Sicherheit zuerst

Niemand ist jemals verpflichtet, eine sexuelle Handlung auszuführen, auch du nicht. Wenn dein*e Partner*in dich zu Oralsex drängt, obwohl du es nicht willst, dir Schuldgefühle macht oder Zuneigung davon abhängig macht, ist das Zwang.

Wenn du dich in deinem Sexleben unter Druck gesetzt oder unsicher fühlst, ist das nicht deine Schuld. Eine Beratungsstelle, Therapie oder Sexualtherapie kann helfen, und die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ bieten vertrauliche Unterstützung. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Richte das Gespräch darauf aus, was sich für euch beide gut anfühlt, statt darauf, was dein Gegenüber nicht tut. Fragen wie „Was würde dir helfen, entspannter an einen Versuch heranzugehen?“ können Türen öffnen.

Wenn Sorgen um Hygiene eine Rolle spielen, kann gemeinsames Duschen vorher eine spielerische Möglichkeit sein, sie zu entkräften. Langsam vorzugehen, mit der klaren Erlaubnis aufzuhören, kann einer nervösen Person helfen.

Du darfst auch selbst entscheiden, was du gibst. Oralsex zu geben, sollte sich auch für dich gut anfühlen. Es ist also in Ordnung, etwas zu ändern, wenn das Ungleichgewicht bei dir Groll auslöst.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Der Vorliebentest zeigt, was ihr jeweils liebt, neugierig macht oder nicht wollt. So könnt ihr vergleichen, ohne zu raten.

Zum Vorliebentest

Schlagwörter

  • #Oralsex
  • #Gegenseitigkeit
  • #Intimität
  • #Lust
  • #Grenzen
  • #sexuelle Kompatibilität

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