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Beziehungsvereinbarungen

Vereinbarung für Sadist*in und Masochist*in

Sadist*in / Masochist*in

Vereinbarung für sadomasochistische Beziehungen mit detaillierter Schmerzskala, Vorgehen bei Verletzungen, medizinischen Aspekten und Grenzen für die Intensität.

Diese Vorlage ist ein Werkzeug fürs Gespräch zwischen einvernehmlich handelnden Erwachsenen. Sie ist kein rechtlich bindender Vertrag, und Zustimmung kann jederzeit zurückgezogen werden.

Beziehungsvereinbarung

Vereinbarung für Sadist*in und Masochist*in

Datum:

Sadist*in / Masochist*in

Diese Vereinbarung für Sadist*in und Masochist*in begründet eine einvernehmliche Beziehung zwischen einem sadistischen Part (der Person, die Empfindungen gibt) und einem masochistischen Part (der Person, die Empfindungen empfängt). Beide erkennen an, dass sie im einvernehmlichen Austausch intensiver körperlicher Empfindungen, zu denen unter anderem Schmerz gehört, gemeinsam Erfüllung finden, und zwar innerhalb sorgfältig abgesprochener Grenzen. Diese Vereinbarung ist ein Werkzeug für eure Kommunikation und kein rechtlich bindender Vertrag.

Zweck

Diese Vereinbarung schafft einen Rahmen für sicheres, einvernehmliches und für beide erfüllendes sadomasochistisches Spiel. Sie betont, dass alle Aktivitäten mit begeisterter Zustimmung, klarer Kommunikation und Respekt vor den vereinbarten Limits stattfinden. Beide erkennen an, dass Lust, Verbundenheit und Vertrauen die Grundlage dieser Dynamik sind.

Wichtiger rechtlicher Hinweis

Dieses Dokument ist eine persönliche Vereinbarung zwischen einvernehmlich handelnden Erwachsenen. Es ist kein rechtlich bindender Vertrag.

Alle Aktivitäten müssen mit den geltenden Gesetzen vereinbar sein. Beide Beteiligten müssen mindestens 18 Jahre alt sein.

Beteiligte

Partner*in 1
Name:
Geburtsdatum:
Kontakt:
Partner*in 2
Name:
Geburtsdatum:
Kontakt:

Grundprinzipien Verpflichtend

Diese Vereinbarung beruht auf den folgenden Prinzipien:

  • SSC (Safe, Sane, Consensual: sicher, mit klarem Verstand, einvernehmlich)
  • RACK (Risk-Aware Consensual Kink: risikobewusster, einvernehmlicher Kink)
  • Begeistertes, informiertes und fortlaufendes Einvernehmen
  • Das Recht, das Einvernehmen jederzeit zurückzuziehen

Safewords und Signale Verpflichtend

Rot (sofort aufhören):
Gelb (langsamer werden oder nachfragen):
Grün (weitermachen):

Entscheidend: Safewords müssen sofort respektiert werden, ohne Nachfrage und ohne Zögern.

Hard Limits (Tabus)

Hard Limits von Partner*in 1

Hard Limits von Partner*in 2

Praktiken

Praktiken, die in dieser Dynamik oft vorkommen. Kreuzt an, was passt, streicht, was nicht passt, und ergänzt Notizen oder Grenzen.

  • Impact Play: Spanking, Flogging, Paddling oder andere Formen einvernehmlicher SchlägeNotizen und Grenzen:
  • Schmerz zufügen: Einvernehmliches Zufügen von Schmerz auf verschiedene ArtenNotizen und Grenzen:
  • Schmerz empfangen: Einvernehmliches Empfangen von Schmerz auf verschiedene ArtenNotizen und Grenzen:
  • Kratzen/Beißen: Markieren durch einvernehmliches Kratzen oder BeißenNotizen und Grenzen:
  • Nippelspiel (intensiv): Intensive Stimulation der Brustwarzen, auch mit Klemmen und DruckNotizen und Grenzen:
  • Wachsspiele: Heißes Wachs auf die Haut tropfen lassen, für Schmerz oder EmpfindungNotizen und Grenzen:
  • Sensation Play: Verschiedene Hilfsmittel für intensive EmpfindungenNotizen und Grenzen:
  • Rohrstock: Einsatz des Rohrstocks für intensive, präzise SchlägeNotizen und Grenzen:
  • Nadelspiele: Fortgeschrittenes Spiel mit Empfindungen unter Verwendung steriler NadelnNotizen und Grenzen:
  • Verbaler Sadismus: Psychologische Elemente, etwa Erniedrigung oder DemütigungNotizen und Grenzen:
  • Sonstiges:

Toys und Ausrüstung

Kreuzt an, was ihr nutzen wollt, und notiert konkrete Gegenstände oder Grenzen.

  • Flogger: Peitsche mit vielen Riemen für dumpfe oder brennende EmpfindungenNotizen und Grenzen:
  • Paddle: Schlaginstrument für dumpfe EmpfindungenNotizen und Grenzen:
  • Gerte: Reitgerte für scharfe, brennende EmpfindungenNotizen und Grenzen:
  • Rohrstock: Schlaginstrument für Fortgeschrittene, für intensive EmpfindungenNotizen und Grenzen:
  • Nippelklemmen: Für anhaltende Empfindungen und Druck an den BrustwarzenNotizen und Grenzen:
  • Wartenberg-Rad: Nadelrad für prickelnde EmpfindungenNotizen und Grenzen:
  • Massagekerzen: Kerzen für sicheres Spiel mit TemperaturNotizen und Grenzen:
  • Wäscheklammern: Zum Kneifen und für Sensation PlayNotizen und Grenzen:
  • Eiswürfel: Für Spiel mit TemperaturkontrastenNotizen und Grenzen:
  • Seil: Fesselung, die das Gefühl des Ausgeliefertseins verstärktNotizen und Grenzen:
  • Sonstiges:

Regeln und Protokolle

Übliche Regeln für diese Dynamik. Behaltet, ändert oder streicht sie, so wie ihr es vereinbart.

  • Eine Schmerzskala (1 bis 10) für die Kommunikation über die Intensität festlegen und respektieren
  • Der sadistische Part fragt während der Sessions regelmäßig mithilfe der Schmerzskala nach
  • Der masochistische Part gibt ehrlich Auskunft über Schmerzlevel und Empfindungen
  • Erste-Hilfe-Material ist bei allen Sessions griffbereit
  • Keine Verletzung der Haut ohne vorherige Absprache und steriles Material
  • Vor intensivem Impact Play ist eine Aufwärmphase Pflicht
  • Nach intensiven Sessions ist eine Phase zum Runterkommen Pflicht
  • Fotos von Spuren und Blutergüssen, um die Heilung zu beobachten (nur mit Zustimmung)
  • Check-in 24 Stunden nach intensiven Sessions, um den körperlichen und emotionalen Zustand einzuschätzen
  • Kein Spiel, wenn eine der beiden Personen unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol steht
  • Weitere Regel:

Schmerzskala und Kommunikation

Die Beteiligten vereinbaren, in allen Sessions eine einheitliche Schmerzskala (1 bis 10) zu verwenden:

1 bis 3: Aufwärmintensität (angenehme, erregende Empfindungen)
4 bis 6: Mittlere Intensität (Grenzen ausloten, intensiv, aber gut auszuhalten)
7 bis 9: Hohe Intensität (herausfordernd, nah an den Limits)
10: Hard Limit (sofort aufhören)

Der masochistische Part nennt auf Nachfrage die aktuelle Zahl.
Der sadistische Part fragt regelmäßig nach und respektiert die genannten Zahlen.
Das Safeword Gelb kann bedeuten: „Ich bin gerade bei 8 bis 9, mach langsamer.“
Das Safeword Rot bedeutet sofortiges Aufhören, unabhängig von der Zahl.

Vorgehen bei Verletzungen und Umgang mit Risiken

Beide erkennen an, dass sadomasochistische Aktivitäten grundsätzlich Risiken mit sich bringen.

Akzeptable Spuren, die entstehen können:

  • Rötung und Erwärmung der Haut
  • Leichte bis mittlere Blutergüsse an vereinbarten Stellen
  • Vorübergehende Spuren, die innerhalb von 1 bis 2 Wochen verblassen
  • Seilspuren oder Abdrücke

Inakzeptable Verletzungen, bei denen sofort aufgehört wird:

  • Verletzte Haut (außer nach ausdrücklicher Absprache und mit sterilem Material)
  • Tiefe Blutergüsse oder Hämatome
  • Jede Verletzung an Gelenken, Wirbelsäule, Nieren oder Organen
  • Anzeichen von Nervenschäden (Taubheit, Kribbeln, das nicht vergeht)
  • Jede Verletzung, die ärztlich behandelt werden muss

Der Erste-Hilfe-Kasten enthält: Kühlpacks, Verbandsmaterial, antibiotische Salbe, Arnika-Gel, Schmerzmittel und Notfallnummern.

Anforderungen an die Aftercare

Nach jeder sadomasochistischen Session ist Aftercare Pflicht.

Körperliche Aftercare kann umfassen:

  • Kühlen oder Wärmen der beanspruchten Stellen
  • Sanfte Massage mit Arnika oder Heilsalben
  • Ausreichend trinken und leichte Snacks
  • Bequem liegen und ausruhen
  • Spuren und Blutergüsse im Blick behalten

Emotionale Aftercare kann umfassen:

  • Bestätigende und beruhigende Worte
  • Körperliche Nähe (Kuscheln, Halten)
  • Gespräch über die schönsten Momente der Session
  • Erden und Zurückfinden in die Realität
  • Nachfragen zum emotionalen Zustand

Die erweiterte Aftercare dauert 24 bis 48 Stunden, mit Check-ins per Nachricht und Unterstützung nach Bedarf.

Aftercare-Bedürfnisse Verpflichtend

Aftercare-Bedürfnisse von Partner*in 1

Aftercare-Bedürfnisse von Partner*in 2

Zeit und Verbindlichkeit

Kreuzt die Dynamik an, auf die ihr euch einigt.

  • 24/7-Dynamik: Der Machtaustausch gehört zum Alltag, nicht nur zu Sessions, und zwar innerhalb der Grenzen und Protokolle, die ihr vereinbart.
  • Nur im Schlafzimmer: Die Dynamik gilt nur in intimen oder sexuellen Situationen. Außerhalb davon begegnet ihr euch auf Augenhöhe.
  • Geplante Sessions: Ihr plant Sessions im Voraus, mit festem Zeitpunkt, festem Ort und einem Vorgespräch.
  • Locker / nach Lust und Laune: Sessions finden statt, wenn ihr beide Lust darauf habt, ohne festen Zeitplan. Jede Session wird trotzdem vorher abgesprochen.
  • Fernbeziehung: Ihr lebt getrennt und pflegt die Dynamik über Nachrichten, Anrufe, Videocalls und geplante Besuche.

Verpflichtende Sicherheitsregeln Nicht verhandelbar

  • Regelmäßige Kommunikation: Die Partner*innen sprechen regelmäßig über Wohlbefinden, Grenzen und Wünsche.
  • Respekt vor Safewords: Safewords werden sofort und ohne Nachfrage beachtet.
  • Aftercare: Nach jeder Session gibt es passende Aftercare.
  • Respekt vor Grenzen: Alle genannten Limits und Grenzen werden respektiert.
  • Fortlaufendes Einvernehmen: Einvernehmen gilt fortlaufend und kann jederzeit zurückgezogen werden.
  • Keine Aktivitäten unter Einfluss: Keine Sessions unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol.
  • Vorgehen im Notfall: Beide kennen die Notfallkontakte und das Vorgehen im Notfall.

Unterschriften

Mit ihrer Unterschrift bestätigen beide Beteiligten, dass sie diese Vereinbarung gelesen und verstanden haben und mit allen Punkten einverstanden sind.

Partner*in 1:

Datum

Partner*in 2:

Datum

Wichtige Hinweise

  • Diese Vereinbarung kann jederzeit in gegenseitigem Einvernehmen geändert werden.
  • Überprüft sie regelmäßig, zum Beispiel alle 3 bis 6 Monate.
  • Einvernehmen kann jederzeit zurückgezogen werden.
  • Kommunikation ist der Schlüssel zu einer gesunden Beziehung.
  • Stellt Sicherheit, Einvernehmen und gegenseitigen Respekt immer an erste Stelle.

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