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Consation
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Sicherheitsratgeber

Kink mit Traumaerfahrung: Trigger und Grounding

Viele Menschen mit Traumaerfahrung genießen Kink. Wer die eigenen Trigger kennt, das Nötige teilt und Grounding-Werkzeuge hat, spielt sicherer.

Das Wichtigste

  • Eine Traumaerfahrung schließt Kink nicht aus
  • Du entscheidest, wie viel du von deiner Geschichte erzählst; teile, was dein Gegenüber wissen muss
  • Trigger zeigen sich auch als Erstarren oder Verstummen, nicht nur als sichtbare Not
  • Keine Antwort auf eine Nachfrage heißt: Stopp
  • Kink kann sich heilsam anfühlen, ersetzt aber keine Therapie

Im Detail

  • Benennt vor der Session, was ihr meidet: Wörter, Positionen, Berührungen, Gerüche oder Rollen, außerdem, wie es bei dir aussieht, wenn du getriggert bist, und was dir hilft
  • Anzeichen, auf die ihr achten solltet: ein leerer Blick, eine tonlose Stimme, Erstarren, Tränen, die sich anders anfühlen, ständiges Entschuldigen oder zu allem Ja sagen
  • Wer erstarrt, kann manchmal kein Safeword sagen. Das Gegenüber sollte oft nachfragen und eine ausbleibende Antwort als Stopp behandeln
  • Wird ein Trigger ausgelöst: aufhören, Fesseln und Augenbinde lösen und fragen, bevor du berührst. Biete einfache Wahlmöglichkeiten an: Decke oder nicht, reden oder Ruhe
  • Grounding (Erdung): Füße fest auf den Boden, langsam atmen mit langem Ausatmen, fünf Dinge benennen, die du siehst, etwas Kaltes in der Hand halten, Datum und Ort laut aussprechen
  • Frag die Person nicht über ihr Trauma aus. Jetzt zählen Sicherheit und Wohlbefinden
  • Sprecht später ohne Schuldzuweisung darüber, was passiert ist, und entscheidet gemeinsam, was ihr ändert

Warnhinweise

  • Nutze Sessions nicht, um dich zur Konfrontation mit einem Trauma zu zwingen; das gehört in eine Traumatherapie
  • Flashbacks, Albträume oder Panik, die noch Tage nach einer Session anhalten, sind ein Grund für eine Pause und Unterstützung
  • Mit jemandem, der dein Trauma gegen dich verwendet oder deine Trigger ignoriert, ist Spielen nicht sicher
  • Bei Gedanken, dir etwas anzutun, hol dir sofort Hilfe, etwa bei der TelefonSeelsorge oder über den Notruf 112

Weiterführendes und nächste Schritte

  • Eine traumatherapeutische Praxis, idealerweise mit einem*einer kinkfreundlichen Therapeut*in
  • In Deutschland die Traumaambulanzen für Betroffene von Gewalt; in DE und AT der WEISSER RING, in der Schweiz die Opferhilfe-Beratungsstellen
  • TelefonSeelsorge: Deutschland 0800 111 0 111, Österreich 142, Schweiz 143
  • Die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“

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