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Consation
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Der Situationsraum

Mir wurde ständig Untreue vorgeworfen, und dann kam heraus: Mein*e Partner*in war selbst untreu

Vertrauen

Du bist nicht allein

Monatelang, vielleicht noch länger, wurdest du ausgefragt und beschuldigt, und du hast dir große Mühe gegeben zu beweisen, dass du treu bist. Dann hast du herausgefunden, dass in Wahrheit dein*e Partner*in fremdgegangen ist. Das verletzt doppelt: durch den Betrug selbst und durch all die Zeit, in der du an dir gezweifelt hast.

Es ist normal, wenn du jetzt wütend bist, dich dumm fühlst oder unsicher bist, was überhaupt echt war. Du hast nichts falsch gemacht, als du vertraut oder versucht hast, deine*n Partner*in zu beruhigen.

Was du sagen kannst

Ich muss dir sagen, wie sich das für mich anfühlt. Lange Zeit hast du mir vorgeworfen, fremdzugehen, und ich habe immer wieder versucht, mich zu beweisen, während in Wahrheit du untreu warst. Dadurch habe ich an meinem eigenen Urteilsvermögen gezweifelt und mich schuldig gefühlt für Dinge, die ich nie getan habe.

Ich brauche jetzt, dass du ehrlich sagst, was passiert ist, und dass du die Verantwortung dafür übernimmst. Ich weiß noch nicht, ob ich dir wieder vertrauen kann, und ich brauche Zeit, um das herauszufinden.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Dem Gegenüber genau das vorzuwerfen, was man selbst tut, ist gar nicht so selten. Dahinter können Schuldgefühle stecken, der Versuch, vom eigenen Verhalten abzulenken, oder die Annahme, andere würden genauso handeln. Was auch immer der Grund ist: Es ist nicht in Ordnung, und du hast es nicht verursacht.

Gib dir Zeit, wieder Vertrauen in deine eigene Wahrnehmung zu fassen. Aufzuschreiben, was passiert ist, und mit einer vertrauten Person oder in einer Therapie darüber zu sprechen, kann dir helfen zu sortieren, was wahr war.

Wenn du überlegst zu bleiben, kann dir der Vereinbarungs-Editor helfen, klare Erwartungen an Ehrlichkeit und Verantwortung festzulegen. Wenn du entscheidest, dass dieser Vertrauensbruch zu tief geht, ist eine Trennung eine legitime Entscheidung.

Sicherheit zuerst

Ständige Vorwürfe, das Kontrollieren deines Handys, Vorschriften, wen du treffen darfst, oder Bestrafungen für eingebildete Untreue sind kontrollierendes Verhalten, ganz gleich, wer sich am Ende als untreu herausstellt. Besonders bedenklich ist es, wenn dein*e Partner*in auch nach dem Auffliegen darauf besteht, dass du schuld bist, oder dir einzureden versucht, du würdest dir Dinge einbilden.

Nichts davon ist deine Schuld. Eine Beratung oder Therapie und die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“ können dir helfen, das Erlebte einzuordnen und deine nächsten Schritte zu planen. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, wähle den Notruf 112.

Tipps

Bleib bei dem, was dein*e Partner*in getan hat und wie es dich getroffen hat, statt dich wieder in die Rolle drängen zu lassen, dich verteidigen zu müssen.

Nimm wieder Kontakt zu Freund*innen oder Familie auf, von denen du dich in der Zeit der Vorwürfe vielleicht zurückgezogen hast. Ihr Blick von außen kann dir Halt geben.

Achte darauf, ob dein*e Partner*in mit der Zeit echte Reue und Veränderung zeigt, nicht nur Worte. Und sei geduldig mit dir, während dein Selbstvertrauen zurückkehrt.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Eine Vereinbarung macht aus eurem Gespräch etwas, auf das ihr beide zurückkommen könnt: Grenzen, Check-ins und was passiert, wenn sich etwas falsch anfühlt.

Gemeinsam eine Vereinbarung schreiben

Schlagwörter

  • #Fremdgehen
  • #Vorwürfe
  • #Projektion
  • #Vertrauensbruch
  • #Selbstzweifel

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