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Sicherheitsratgeber

Psychische Gesundheit und Kink: Wann eine Pause guttut

Kink und psychische Erkrankungen passen oft gut zusammen. Manche Phasen verlangen trotzdem eine Pause, und wer sie erkennt, schützt beide.

Das Wichtigste

  • Eine psychische Erkrankung heißt nicht, dass du nicht zustimmen kannst
  • In einer Krise können Urteilsvermögen und Zustimmung beeinträchtigt sein
  • Frag dich: Würde ich an einem guten Tag dazu Ja sagen?
  • Eine Pause ist Selbstfürsorge, kein Versagen und keine Zurückweisung
  • Legt vorher fest, an welchen Anzeichen ihr erkennt, dass es Zeit für eine Pause ist

Im Detail

  • Denk über eine Pause nach in einer akuten Krise, nach Suizidgedanken, in einer manischen oder hypomanen Phase oder wenn du in einer Depression Schmerz als Strafe suchst
  • In Manie oder Hypomanie sagen Menschen manchmal zu Dingen Ja, die sie sonst ablehnen würden. Seid in solchen Phasen mit neuen oder intensiven Praktiken vorsichtig
  • Wenn eine Session beweisen soll, dass du wertlos bist, oder du gar nichts mehr fühlst, wird sie dir wahrscheinlich nicht guttun
  • Neue Medikamente oder eine geänderte Dosis können Stimmung, Schmerzempfinden, Blutungsneigung, Müdigkeit und Blutdruck beeinflussen. Warte ab, bis du weißt, wie sie bei dir wirken
  • Das Gegenüber kann behutsam ansprechen, was es bemerkt: „Du wirkst diese Woche sehr niedergeschlagen. Wollen wir eine Spielpause machen und etwas Ruhiges zusammen unternehmen?“
  • Bleibt euch in der Pause trotzdem nah: kuscheln, spazieren gehen, gemeinsam etwas anschauen
  • Schreibt einen kurzen Plan in eure Vereinbarung: Warnzeichen, wer sie anspricht und wie ihr wieder einsteigt

Warnhinweise

  • Bei Gedanken an Suizid oder Selbstverletzung hol dir sofort Hilfe bei der TelefonSeelsorge oder über den Notruf 112
  • Wenn du Sessions nutzt, um dich selbst zu verletzen, ist das ein Grund aufzuhören und mit einer Fachperson zu sprechen
  • Niemand darf deine Erkrankung nutzen, um dich unter Druck zu setzen oder abzuwerten
  • Setz Psychopharmaka nicht ab, ohne mit deiner Ärztin oder deinem Arzt zu sprechen

Weiterführendes und nächste Schritte

  • Deine Hausarztpraxis, Psychiater*in oder Psychotherapeut*in; in Deutschland vermittelt die 116 117 auch Termine für eine psychotherapeutische Sprechstunde
  • TelefonSeelsorge: Deutschland 0800 111 0 111, Österreich 142, Schweiz 143
  • Die Hilfsangebote auf unserer Seite „Hilfetelefone“
  • Notruf 112, wenn du in unmittelbarer Gefahr bist

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