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Consation
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Der Situationsraum

Mein Freund will keinen Sex mehr

Intimität

Du bist nicht allein

Früher hattet ihr ein aktives Sexleben, und jetzt gibt es immer einen Grund dagegen: Er ist müde, gestresst oder nicht in Stimmung. Da kann es schnell passieren, dass du dich zurückgewiesen oder unattraktiv fühlst und dich fragst, was sich verändert hat.

Diese Gefühle sind nachvollziehbar. Veränderungen im Begehren sind häufig und haben oft nichts damit zu tun, wie attraktiv du bist. Trotzdem hast du ein einfühlsames Gespräch darüber verdient.

Was du sagen kannst

Ich möchte über etwas reden, das mich beschäftigt. Mir ist aufgefallen, dass wir nicht mehr so oft Sex haben wie früher, und wenn ich die Initiative ergreife, wird meistens nichts daraus. Ich will dich überhaupt nicht unter Druck setzen. Ich vermisse die Nähe zu dir und würde gern verstehen, was los ist.

Belastet dich gerade etwas, zum Beispiel Stress oder wie es dir körperlich geht? Oder gibt es etwas zwischen uns, worüber du reden möchtest? Ich würde wirklich gern gemeinsam daran arbeiten.

Pass die Worte an, bis sie nach dir klingen. Such dir einen ruhigen Moment aus, nicht mitten im Streit.

Wie es weitergeht

Wenig Lust kann viele Ursachen haben: Stress, Erschöpfung, Depression oder Angst, Medikamente, gesundheitliche Probleme einschließlich hormoneller Veränderungen, Unsicherheit mit dem eigenen Körper, ungelöste Konflikte oder einfach unterschiedliche Rhythmen. Versuch, es als gemeinsames Rätsel zu sehen, nicht als Urteil über dich oder über ihn.

Der Vorliebentest kann euch beiden helfen herauszufinden, was ihr mögt, wofür ihr offen wärt und was Intimität für jede*n von euch bedeutet. So kommen Gespräche in Gang, die sonst schwer anzufangen sind.

Wenn er offen dafür ist, kann ein ärztlicher Check-up medizinische Ursachen ausschließen, und eine Sexualtherapie oder Paarberatung kann helfen. Wenn Monate vergehen, ohne dass er bereit ist zu reden oder etwas zu versuchen, darfst du dich fragen, ob deine Bedürfnisse in dieser Beziehung erfüllt werden können. Das abzuwägen, ist völlig legitim.

Sicherheit zuerst

Niemand ist jemals verpflichtet, Sex zu haben, und Druck auf eine*n Partner*in auszuüben, auch durch Schuldgefühle oder Schmollen, ist nicht in Ordnung. Gleichzeitig ist es berechtigt, dir zu wünschen, dass deine Bedürfnisse ernst genommen werden.

Mehr als nur unterschiedlich starkes Begehren ist es, wenn er dich verspottet oder beschämt, weil du dir Nähe wünschst, wenn er Sex oder dessen Verweigerung nutzt, um dich zu kontrollieren oder zu bestrafen, oder wenn Konflikte um Sex mit Drohungen oder Einschüchterung einhergehen.

Eine Beratungsstelle, eine Sexualtherapie oder die Hilfetelefone aus unserer Übersicht „Hilfetelefone“ können dich unterstützen, wenn du dich kontrolliert oder unsicher fühlst. Wenn jemand in akuter Gefahr ist, ruf den Notruf 112.

Tipps

Such dir für das Gespräch einen ruhigen Moment ohne sexuellen Kontext, nicht direkt nachdem er abgelehnt hat. Bei einem Spaziergang oder an einem ruhigen Abend fühlt es sich weniger aufgeladen an.

Baut Nähe auf entspannte Weise wieder auf: Kuscheln, Massagen oder gemeinsame Zeit ohne jede Erwartung an Sex. Bei vielen Menschen wächst Lust aus dem Gefühl, entspannt und verbunden zu sein.

Probiert verschiedene Zeitpunkte aus. Wenn er abends am müdesten ist, fühlen sich Morgenstunden oder Wochenenden vielleicht anders an. Und frag, was ihm heute gefallen würde, denn Vorlieben können sich mit der Zeit ändern.

Damit es nicht wieder passiert

Ein gutes Gespräch hilft heute. Ein gemeinsames Werkzeug hilft euch, nächsten Monat nicht wieder am selben Punkt zu stehen.

Der Vorliebentest zeigt, was ihr jeweils liebt, neugierig macht oder nicht wollt. So könnt ihr vergleichen, ohne zu raten.

Zum Vorliebentest

Schlagwörter

  • #Sex
  • #Libido
  • #wenig Lust
  • #Intimität
  • #Zurückweisung
  • #unterschiedliches Begehren

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